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NHL 06: Review

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Gehört ihr auch zu der Sorte von Spielern, die bei einem bestimmten Spiel selbst im Winter das Fenster sperrangelweit offen reissen, sich in dicker Wintermontur vor den Fernseher setzen und die Boxen bis zum Anschlag aufdrehen? Falls die Antwort "Ja" lautet, seid ihr sicherlich schon einer der langjährigen Fans von EA Sports Eishockeyreihe. Da Weihnachten mal wieder mit grossen Schritten näher rückt, ist die neue Sportsaison eingeläutet worden und auch Eishockeyfans dürfen sich über eine Neuauflage der NHL-Reihe freuen.

NHL 06

soll alte Hasen im Vergleich zum Vorgänger wieder glücklicher machen und gleichzeitig neue Sportbegeisterte anlocken.



Es gibt wieder viel zu tun

Kaum ist das rockige, mit der Spielengine gerenderte Intro vorbei, landet ihr im schlichten Hauptmenü und habt die Qual der Wahl. Schade ist allerdings schon zu Beginn, dass hartnäckige Clubanhänger mal wieder nicht ihr Lieblingsteam auswählen können. Irgendwie schade, denn als treue Seele der Pittsburgh Penguins war es doch immer viel schöner, wenn die Stars meines Teams das Menü verschönert haben. Stattdessen erscheinen wieder Fotos von diversen NHL-Stars, unabhängig von deren Mannschaftsangehörigkeit.

Aber Moment, da war doch noch mehr. Stimmt, natürlich gibt es um das Hauptmenü herum noch ein Eishockeyspiel. Lassen wir die Kleinigkeiten also hinter uns und fangen wir mit dem eigentlichen Spiel an. Wie bereits aus den Vorgängern bekannt, bietet NHL 06 für jede Vorliebe den passenden Spielmodus. Sei es nun der Dynasty Mode für ganz hartgesottene Spieler, die über mehrere Jahre hinweg ein Team begleiten wollen, oder ein simples Freundschaftsspiel für zwischendurch. Ebenso steht natürlich auch eine einzelne Saison zur Verfügung. Wer möchte, kann ausserdem aus drei europäischen Eliteligen wählen, einschliesslich der Deutschen Eishockeyliga (DEL).

Wer in keiner der Ligen ein Lieblingsteam hat, der kann sich im Teameditor eine eigene Mannschaft basteln. Dabei dürft ihr eure eigene Heimatstadt angeben, einen Teamnamen aussuchen und sogar die Sirenen bei Toren oder Drittelpausen einstellen. Mit dem ebenfalls enthaltenen Spielereditor ist es dann noch ein Leichtes, sich eigene Recken zu bauen. Aus etlichen vorgefertigten Teilen wird dann, ganz ohne Kleber oder Klebeband, ein neuer Starspieler geboren.

Änderungen am Gameplay

Alte Hasen sollten sich schon einmal an neue Regeln gewöhnen. Vor allem das Abseits bei einem "Zwei-Linien-Pass" ist nun standardgemäss ausgeschaltet, was nicht etwa ein Fehler im Programm ist, sondern den neuen Regeln entspricht. Dadurch sollen schnelle Konter erleichtert werden, um im Endeffekt mehr und spektakulärere Torszenen zu ermöglichen.

Auf dem Eis wird schnell klar, dass ein grosses Manko des Vorgängers zum Glück ausgemerzt wurde. Statt andauernden Bodychecks in allen Lebenslagen hat nun wieder das gepflegte Taktieren die Oberhand gewonnen. Natürlich ist Eishockey auch weiterhin ein Sport mit reichlich Körperkontakt, doch in diesem Jahr habt ihr wieder wesentlich mehr Freiraum für geschickte Pässe und strategische Glanzleistungen. Anstatt euch brutal in die nächste Bande zu rammen, sind die gegnerischen Spieler viel mehr damit beschäftigt, euch an kritischen Stellen geschickt zu stören. So habt ihr, bevor ihr euch verseht, einen gegnerischen Schläger vor den Füssen und der Puck ist weg. Das sieht zwar weniger spektakulär aus als im Vorgänger, wo euch bei jedem Check fast die Kauleiste abhanden gekommen ist, spielt sich dafür aber wesentlich realistischer und auch weitaus flüssiger.

NHL 06
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Benjamin Boerner

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Benjamin Boerner am 11 Okt 2005 @ 16:28
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