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Neverdead: Review

  XBOX 360 

Gerade im Bereich der Spiele liegen zwischen Theorie und Realität oftmals Welten. Ein aktueller Fall ist NeverDead. Eigentlich klingt das Action-Werk von Konami und Rebellion wirklich launig und schräg, die Praxis sieht allerdings anders aus.


Unsterblich

Stimmungsvoll gibt sich der Beginn von NeverDead. Als Schwertschwinger Bryce Boltzmann kämpft man irgendwann in ferner Vergangenheit gegen eine seltsame Kreatur - und scheint auch zu gewinnen. Prompt wird man in die nahe Zukunft katapultiert. In dieser trifft man auf die adrette Acradia, die als Agentin auf der Jagd nach Dämonen ist. Diese suchen die gesamte Welt heim und sorgen für Angst und Schrecken. Arcadia ist nicht die stärkste Kämpferin, erhält aber Unterstützung von Bryce. Der nämlich hat keinesfalls irgendwann das Zeitliche gesegnet. Wobei, eigentlich schon, denn er ist eine lebende Leiche und genauso wie Arcadia im Auftrag der Regierung unterwegs, um sich dem Bösen entgegenzustellen. Im Team erfährt man im Verlauf, was mit Bryce geschah und wieso die Menschheit wahrlich in Gefahr ist.

Die Handlung besitzt einen hohen Trash-Faktor, der durch eine grundlegende Fähigkeit von Bryce noch verstärkt wird. Der lethargische Muskelberg mit seinem ewigen Leben hat nämlich kein Problem damit, sämtliche seiner Körperteile zu verlieren. Wenn Gegner ihm Arme oder Beine abknabbern oder abschlagen, robbt er eben als Kopf weiter. Auf Knopfdruck kann er seinen Körper wieder herstellen oder die verlorenen Gliedmassen einsammeln - wie es sich eben anbietet. Durch an sich humorige Dialoge und skurrile Szenen wird dieses Talent auch amüsant vermittelt und passt zum gesamten Szenario von NeverDead. So gesehen ist der Hintergrund des Spiels die grösste Stärke, obwohl sie weder niveauvoll noch aussergewöhnlich intelligent ist. Wer aber jede Art von Horror- und Splatter-Filmen verschlingt, wird solide unterhalten.

Neverdead Bild

08/15

Spielerisch wiederum wird eher Einfältiges geboten. Ausschliesslich darf man Bryce durch die überschaubaren Abschnitte steuern. Arcadia wird von der KI kontrolliert und dient vorrangig dazu, gemeinsame und sehr billige Rätsel zu lösen. Genauso muss man sie fortlaufend beschützen, schliesslich kann Arcadia schnell sterben. Selbst springt man nur über den Jordan, wenn der Kopf von Bryce zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird - aber das ist auf den niedrigeren der drei Schwierigkeitsgrade nicht allzu häufig der Fall.

Und sonst? NeverDead ist ein typisches Action-Adventure, bei dem Bryce entweder zu Schusswaffen oder zu seinem Metzelschwert greift. Dann zerlegt man unzählige Gegnerhorden, achtet auf Arcadia und bewältigt manche Geschicklichkeitsparcours. Hin und wieder rollt und hüpft man nur als Kopf herum, zerlegt Feinde so lange, bis sich eine vorgegebene Tür öffnet, oder sucht nach Monsternestern, die es freilich zu zerstören gilt.

Neverdead
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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 13 Feb 2012 @ 09:59
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