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Ninety-Nine Nights: Review

  XBOX 360 

Ninety Nine Nights

, oder kurz N3, ist schon seit langer Zeit ein Gesprächsthema gewesen, wenn es um Videospiele der nächsten Generation ging. Besonders die massive Zahl an Gegnern auf dem Bildschirm sorgte für grosse Augen und feuchte Hände. Epische Schlachten, mörderische Kombos und mehr Action als jemals zuvor, das alles soll N3 auf die heimischen Bildschirme zaubern. Haben wir einen neuen König im Actiongenre, oder verpufft das ganze Potenzial in einer finsteren Rauchwolke?

Sieben Haudegen für's Grobe

Die Welt in N3 ist eine reine Fantasywelt, in der Menschen, Goblins, Orks, Trolle und etliche andere Wesen leben. Wie es diese Zusammenstellung so will, sind natürlich nicht alle Parteien gut aufeinander zu sprechen, wobei der Spieler in diesem Fall glatt das Gefühl bekommen könnte, die Menschen seien das grosse Übel. Immerhin sind Goblins, Orks und Konsorten deutlich in der Überzahl. Doch das ist auch gut so, denn immerhin soll Ninety Nine Nights ja vor allen Dingen mit riesigen Gegnerhorden aufwarten. Also wird die Waffe geschultert und schon geht es auf in den Kampf. Bevor es endgültig losgeht, müsst ihr euch jedoch für einen von insgesamt sieben spielbaren Charakteren entscheiden. Das fällt anfangs noch sehr simpel aus, denn zu Beginn stehen euch lediglich Aspharr und Inphyy zur Verfügung. Die zwei sind Tempelritter und stehen damit für Recht und Ordnung.

Gleichzeitig stellt die Geschichte dieser beiden Protagonisten die Haupt-Storyline dar. Beide müssen jeweils sechs Missionen absolvieren, bevor ihre Aufgaben erledigt sind. Recht interessant ist dabei, dass ihr so aus mehreren Blickwinkeln die gesamte Erzählung zu sehen bekommt. Das trifft vor allen Dingen auf die weiteren Charaktere zu. Myifee ist ein Söldner, der die Familien und Eigentümer seiner Heimat beschützen will. Auch sein Weg kreuzt zwischendurch den von Inphyy und Aspharr. Selbiges gilt für Tyurru, eine kleine Zauberin, die das Wasser beherrscht. Klarrann ist ein ehemaliger Krimineller, der schlussendlich doch noch bekehrt wurde und nun als Priester durch die Lande zieht. Das ändert jedoch nichts daran, dass er eine riesige Waffe mit sich herumträgt. Als besondere Abwechslung dürft ihr in die Rolle von Dwingvatt schlüpfen. Dieser junge Goblin musste bei einem Angriff auf sein Dorf miterleben, wie sein älterer Bruder von einer mysteriösen Ritterin getötet wurde. Die Rache steht euch also auf die Stirn geschrieben. Die letzte Spielfigur ist eine kleine Überraschung und soll an dieser Stelle einfach mal nicht verraten werden.

Krieg der Armeen

Solange ihr mit Aspharr, Inphyy oder Myifee unterwegs seid, habt ihr stets eine kleine Armee die euch untersteht. Leider hält sich die Menge an Befehlen sehr in Grenzen, denn ausser Angriff und Deckung gibt es in dieser Hinsicht nichts. Wer ein paar Minuten gespielt hat, wird sich schnell denken können, warum das wohl so ist. Die künstliche Intelligenz der Kollegen dürfte irgendwo kurz nach der Grundschule ausgesetzt haben. Gut, natürlich ist klar, dass die Kollegen einem nicht die ganze Arbeit wegnehmen sollen. Schliesslich möchte der Spieler die gegnerischen Horden selber ordentlich aufmischen und verdreschen. Doch wenn irgendwo fünfzig Soldaten auf einem Haufen stehen und mittendrin irgendwo noch ein Goblin sein soll, dann beginnt die Sucherei. Oftmals schauen sich die Parteien nämlich einfach nur blöd an. Da in solchen Situationen auch keine Kampfbewegungen auszumachen sind, heisst es raten oder einfach wild draufloskloppen. Das bedeutet jedoch nicht, dass unsere Verbündeten komplett nutzlos sind. Andere Helden hauen ganz gut rein und sorgen für ordentlichen Tumult, während unser Angriffstrupp der Hirntoten die Gegner ein wenig ablenkt. Denn seien wir mal ehrlich: Ob die eigene Armee überlebt oder nicht, ist einem im Endeffekt vollkommen egal.

Dafür macht es umso mehr Spass, die Mega-Angriffe der eigenen Spielfiguren aufzuladen und auszulösen. Jeder getötete Gegner hinterlässt rote Orbs, die eure Spezialanzeige aufladen. Ist diese einmal voll, könnt ihr per Tastendruck einen verheerenden Angriff starten, der gleich mehrere Sekunden anhält. In dieser Lage sind wirklich nur noch Zwischengegner vor euch sicher, denn die können solche Angriffe blocken. Doch es kommt noch besser: Während dieses Angriffes verlieren die bösen Burschen blaue Orbs, die eine zweite Anzeige füllen. Ist diese dann auch irgendwann voll, könnt ihr eine Attacke ausführen, die den kompletten Bildschirm leeren und mehrere hundert Gegner auf einmal vernichten kann.

Ninety-Nine Nights
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Benjamin Boerner

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Benjamin Boerner am 05 Sep 2006 @ 14:33
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