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Overlord: Review

  XBOX 360 

Seid ihr in Rollenspielen zumeist als chaotisch böser Held angesehen von der Bevölkerung? Ruiniert ihr euch lieber euren Ruf und metzelt euch durch die Gegend, als viel Zeit mit Fragespielchen zu vergeuden? Habt ihr in Rollenspielen Mitleid mit strunzdummen Orks, die euch ständig attackieren oder denkt, dass ein Heer aus Monstern unter eurem Kommando die Weltherrschaft an sich reissen könnte? Ihr meint, dass Sauron nur etwas cleverer hätte agieren müssen, um Mittelerde endgültig zu unterjochen? Na, dann habt ihr jetzt in Overlord die Chance, euer Können als Oberbösewicht zu beweisen.

Es ist schon ein Jammer, da erscheinen Jahr für Jahr dutzende Rollenspiele und Action-Adventures auf dem Markt und ständig wird man in die Ecke des braven Helden gedrückt. Ausnahmen wie Knights of the Old Republic sind da nur die Ausnahmen für die goldene Regel der Entwickler. Denn offenbar lassen sich Spiele, in denen man als rechtschaffener Held durch die Gegend stakst, besser verkaufen. Dabei kann es doch so schön sein, zwischendurch mal abgrundtief böse zu sein. Im Action-Adventure Overlord werdet ihr als Anführer für eine Truppe von Schergen, die verdächtig wie kleine Goblins aussehen, benötigt. Erinnert ihr euch noch an den Klassiker Dungeon Keeper? Der Vergleich ist trotz der unterschiedlichen Genres nahe liegend, denn in beiden Spielen hören einige Untertanen auf euch und kämpfen gegen wagemutige Helden an. In Overlord seid ihr jedoch mittendrin statt nur oben drüber wie im Strategiespiel Dungeon Keeper, von dem es auch eine gelungene Fortsetzung gab. Statt als Mauszeiger eure Fieslinge zur Arbeit zu entsenden, lauft ihr hier als Anführer in schicker Sauron-Optik durch die wunderschönen Umgebungen und lasst die Schergen für euch schuften.

Monty Pythons Gummibärenbande!

Doch anfänglich steht euch nur eine gute Handvoll der kleinen Gnome zur Verfügung. Erst nach und nach vergrössert ihr eure Armee. Kontrolliert ihr zu Beginn noch die Nahkämpfer unter den Schergen, gesellen sich später Fernkämpfer, Heiler und Meuchelmörder dazu. Fertig ist die perfekte Mischung, um auf die Jagd nach dem Guten in der Welt zu gehen. Bereits beim Start wird klar, dass Humor im Spiel gross geschrieben wird. Die deutsche Sprachausgabe gibt die zynischen, bissigen und oftmals herrlich ironischen Bemerkungen eures Beraters und eurer Untertanen gekonnt wieder. Der typisch britische schwarze Humor kommt gut rüber, hier wurde erstklassige Arbeit abgeliefert. Man nimmt den Sprechern ihre zynische Bösartigkeit ab und merkt, dass sie an ihrer Rolle offenbar sehr grossen Gefallen hatten. Manchmal haben mich die Sprüche an Disneys Gummibärenbande erinnert, wenn Diener Toadwart seinen bösen Anführer Igzorn anspricht. "Eure widerwärtige Boshaftigkeit!", "Eure durchlauchte Schrecklichkeit" oder "Eure herzogliche Schändlichkeit!" gehen in die gleiche Richtung wie die Anreden eures Beraters, der euch in den ersten Minuten in die Spielmechanik einführt.

Overlord
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 09 Jul 2007 @ 17:11
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