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Panzer Elite Action: Review

  XBOX 

Europa, Zweiter Weltkrieg. Mal wieder. Was gibt es mittlerweile nicht alles für Titel, die sich mit dieser Thematik mal mehr, mal weniger ruhmreich herumschlagen. Vor einiger Zeit war es Call of Duty 2, zuletzt hatten wir Rush for Berlin. Und das waren beides noch angenehmere Vertreter. Jetzt kommt einer, den kann man haben, muss man aber sicher nicht. Der Titel hört auf den Namen Panzer Elite Action. Gehen wir also kurz die Checkliste durch: Panzer? Check! Action? Check! Elite? Hallo? Elite? Keine Elite? Sowas aber auch ...

Stellt Euch vor, es ist Krieg und keiner spielt mit!


Der Name verrät es schon, Panzer Elite Action ist ein reinrassiges Actionspiel. Die gesamte Spielzeit über sitzt der Spieler im Inneren einer virtuellen und immerhin recht akurrat umgesetzten Blechbüchse aus dem Zweiten Weltkrieg, zuckelt damit durch die schlecht texturierte Pampa beteiligter Länder und schiesst auf alles, was bei drei nicht auf den spärlich gesäten Bäumen ist. Und selbst die halten unser hochheiliges Kettenfahrzeug nicht auf. Ein gut gezielter Schuss vor den Bug, äh, Stamm, und schon knicken die Laub- und Nadelhölzer dieser Welt um wie Nachbars prämierte Tulpen beim nächsten Fussball-Spiel im Garten.

Der zu manövrierende Panzer wird dabei aus der Third-Vehicle-Sicht gesteuert, sprich, von hinten. Der linke Analogstick entscheidet über die Richtung des rollenden Büchsenöffners, die Schultertasten feuern das MG oder die Bordkanone ab und der rechte Analogstick lässt den Geschützturm rotieren. Die Besatzung im Inneren der Maschine, die man übrigens zu keinem Zeitpunkt zu Gesicht bekommt, untermalt das Kampfgeschehen, das sonst nur aus Krachen, Bummsen und Scheppern besteht, mit mehr oder weniger intelligenten und leider unfreiwillig komischen Kommentaren. Mal, um ein neues Missionsziel einzuläuten, mal aber auch nur, um einen klischeebehafteten Spruch vom Stapel zu lassen.

He, hast du Reisepass dabei?

Drei Kampagnen gilt es in Panzer Elite Action zu bestreiten, in jeder Kampagne steigt der Spieler natürlich für ein anderes Land in das Cockpit. Begonnen wird mit den bösen Deutschen, die in Polen einfallen, weitergespielt wird im russischen Panzer und am Ende geht es als US-Soldat durch Frankreich. Zwischensequenzen, die eine eventuell im Keim vorhandene Story vorantreiben könnten, gibt es keine. Alle näheren Umstände werden in teils recht lang geratenen Textbriefings verlesen. Je nach Kampagne und Mission sitzt der Spieler in einem anderen Panzer, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten auf sich aufmerksam machen. Kleine Panzer sind wendig und schnell, teilen aber nur schwach aus und können wenig einstecken. Die grösseren Panzer wuchten sich recht beschwerlich duch die weitläufigen Landschaften, aber wo die hinschiessen, wächst kein Gras mehr.

Abgesehen von der historischen Korrektheit, die immerhin halbwegs gewahrt bleibt, werden die physikalische und sämtliche anderen Korrektheiten gekonnt ignoriert. Es ist schön, dass Strommasten, Beobachtungsposten und Bäume bei Beschuss realistisch zusammenstürzen. Warum aber fahren die Panzer durch die teils recht grossen herumliegenden Trümmer aber hindurch, bleiben an der nächsten Strassensperre aber hängen?

Panzer Elite Action
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Tobias Kuehnlein

Panzer-Elite-Action


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Tobias Kuehnlein am 13 Jun 2006 @ 20:06
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