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Pro Evolution Soccer 6: Review

  XBOX 360 

Bei manchen Tests muss sich der eine oder andere Redaktionskollege glatt die Ohren zuhalten. Da brüllt jemand lauthals und unvermittelt los, obwohl sich niemand in seiner Nähe aufhält. Eigentlich sitzt der gute Mann ganz alleine vor dem Fernseher und spielt ein Fussballspiel. Wie kann man sich nur so aufregen? Ist das jetzt ein gutes oder möglicherweise ein schlechtes Zeichen? Das weiss man bei ihm nie so genau. Die Antwort gibt er euch im ausführlichen Testbericht.

Die gespannte Erwartung entlud sich in einem fulminanten Torjubel, als der erste Ball im Netz zappelte. Das erste Tor mit der finalen Version war ein befriedigendes, ja geradezu erfüllendes Erlebnis. Eine schöne Flanke wurde abgeschlossen mit einer Kopfballvorlage, der Ball letztlich im Nachstochern dann über die Linie gedrückt. Egal wie, das Ding war drin, der Sieg gehörte Celtic Glasgow. Ach, wie? Diesmal nicht Westfalen alias Dortmund? Nein, liebe Leser, diesmal fiel die Wahl auf den befreundeten schottischen Club, denn die Bundesliga wird euch in Pro Evolution nicht geboten. Auch früher mangelte es der Serie an Lizenzen hierfür, doch umging Konami dies mit dem Kniff, verfremdete Namen bei den Vereinen zu nehmen.

"Ohne Olli fahr'n wir nicht nach Berlin!"

So spielte dann Westfalen (Borussia Dortmund) gegen Weser (Werder Bremen) oder es duellierten sich Ruhr (Schalke 04) gegen Hauptstadt (Hertha BSC Berlin). Immerhin stimmten die Trikotfarben und ohnehin konnte man das Spiel ja locker editieren. Diesmal aber verzichtete Konami nach Druck der Deutschen Fussball Liga auf die verfremdeten Vereine der deutschen Liga. Die offizielle Lizenz gehört schliesslich dem grossen Konkurrenten EA Sports. Bedauerlicherweise versagt euch die 360-Version von PES 6 die Möglichkeit, eigene Vereine zu erstellen und so die deutsche Liga wenigstens so komplett spielen zu können. Es verblieb aus Lizenzgründen nur der FC Bayern München, welcher aber wiederum ohne Oliver Kahn auskommen muss. Verrückte Fussball-Lizenz-Welt! Su fiel die Wahl dann gezwungenermassen auf den schottischen Kultclub, um damit die Meisterliga und Pokale zu gewinnen.

Die ersten Spiele waren ein kleiner Kulturschock. Doch dieses Erlebnis kennt jeder, der sich täglich mit der Sportsimulation in den vergangenen Jahren auseinandergesetzt hat und nun erneut erkennen muss, dass sämtliche intuitiv erlernten Pass- und Bewegungsabläufe ad acta gelegt werden müssen, weil das Gameplay verändert wurde. Auch in diesem Jahr fällt die Umstellung zunächst schwer, zumindest wenn man gegen die KI spielt. Zweikämpfe werden erheblich diffiziler ausgeführt, eng am Mann lässt sich die runde Kugel nun noch gut kontrollieren, ohne dass ihr Befürchtungen haben müsst, weggerempelt zu werden und den Ball zu verlieren. Bei Kopfbällen ist es schwieriger geworden, sich optimal vor dem Gegenspieler zu platzieren, die KI macht euch oft einen Strich durch die Rechnung und gewinnt erstaunlich viele Kopfballduelle im Mittelfeld. Dazu kommt speziell in der Meisterliga, dass die Kondition eurer Kicker bei zu häufigen Sprintduellen in der zweiten Hälfte stark nachlässt. Der Begriff "stehend KO" trifft es sehr gut, denn wenn ihr ab der siebzigten Spielminute nicht wechselt, wird euch euer Gegner regelrecht überlaufen.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 02 Nov 2006 @ 19:45
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