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Realms of Ancient War (R.A.W.): Review

  XBOX 360 

Die Gattung der Schnetzelspiele ist sicherlich in den vergangenen Jahren kleiner geworden, doch grosse Serien sorgen immer wieder für ordentlichen Nachschub. Trotzdem trauen sich auch gänzlich neue Titel an das Genre heran und wagen den Versuch, die Spielerschaft an sich zu binden. Die gewohnte Mischung aus Fantasy und fauststarken Auseinandersetzungen steht daher ebenfalls in Realms of Ancient War zur Stelle. Doch mit welchen Attributen will der Titel zum Herunterladen locken?

Der endlose Kampf

Wie so oft war es auch in Realms of Ancient War ein fürchterlicher Krieg, der die Welt auseinandergerissen hat. Wieso er überhaupt entbrannt war, weiss inzwischen keiner mehr so genau. Einzig die Tatsache, dass die Könige sich auf einen Streifzug begeben haben, um das Leid endlich zu beenden, ist fest in den Köpfen verankert. Zehn Jahre nach diesen Ereignissen zieht jedoch erneut eine dunkle Bedrohung auf und es liegt am Spieler selbst, die genauen Hintergründe herauszufinden und die böse Macht mit allerhand Schnetzelkunst zu bekämpfen.

Einen festen Charakter gibt es in diesem Videospiel nicht. Zu Beginn stehen drei unterschiedliche Spielfiguren zur Stelle: ein Krieger, ein Magier und eine Schurkin. Alle drei bieten zwar keine sonderlich grossen Überraschungen in Sachen Design, bringen aber immerhin verschiedene Fähigkeiten mit sich. Die Schurkin ist etwa auf Fernwaffen spezialisiert, während der Magier eben mit Feuerbällen um sich wirft und der Krieger einzig seiner Klinge vertraut. So weit, so gut. Der Start verläuft nach der Einführung in Sachen Handlung recht simpel, und schnell überkommt einen das Gefühl, dass der fortwährende Plot nicht ganz so spannend erzählt wird. Dies liegt wohl an den recht langweiligen Texten, die einen immer wieder begegnen. Zwar können die wenigen gezeichneten Zwischensequenzen in optischer Hinsicht gefallen, doch die erwähnten Textbausteine sind deutlich in der Anzahl überlegen.



Ansonsten bietet Realms of Ancient War dem Spieler auf den ersten Blick erst einmal alles, was man von ähnlichen Genrevertretern mehr als gewohnt ist. Im Menü erfährt man mehr über die Aufträge, es gibt massenhaft Ausrüstungsgegenstände, die dem Charakter im Kampf Vorteile verschaffen, und verschiedene Ränge sind natürlich ebenso vorhanden. Gewohntermassen erreicht man eine neue Stufe, indem man genügend Feinde aufsäbelt und damit entsprechend viele Erfahrungspunkte sammelt. Damit werden dann Fertigkeitspunkte zur Verfügung gestellt, die auf die verschiedenen Fähigkeiten verteilt werden. Der Krieger kann dann zum Beispiel seinen Spezialschlag verstärken oder ebenso passive Fähigkeiten für sich arbeiten lassen.

Für einen Fertigkeitsbaum gibt es leider nur sehr wenig Auswahl, sodass die Individualisierung der eigenen Spielfigur viel zu schnell an ihre Grenzen kommt. Wer genügend kämpft, wird also ohnehin irgendwann alle nötigen Kräfte entfesselt beziehungsweise verbessert haben, sodass einem nur noch das Suchen neuer Waffen und Rüstungsteile bleibt. Diese können darüber hinaus ebenso bei einzelnen Händlern erworben werden. Die anhaltend mangelnde Vielfalt kann durch solche Aspekte jedoch keineswegs ausgeglichen werden.

Realms of Ancient War (R.A.W.)
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 28 Sep 2012 @ 17:30
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