GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Red Ninja - End of Honour: Review

  XBOX 

Zwei rivalisierende Clans, eine geheime Superwaffe, hunderte Ninjas, Stealth-Action und eine sexy Hauptdarstellerin mit besonders scharfen... Messern. Das klingt doch nach einem verdammt spannenden Abenteuer mit viel Action und Schleicheinlagen, gepaart mit einer Prise Sexappeal. Doch leider kommt alles anders als geplant. Was nach einer Mischung aus Lara Croft und Sam Fisher klingt, entpuppt sich schnell als Albtraum für jeden Spieleredakteur. Dass dieser Text hier überhaupt noch zustande kommen konnte, habt ihr ausschliesslich Antidepressiva und intensivem Meditationstraining zu verdanken.

Fast eine richtige Geschichte

Im Grunde fängt alles doch ganz positiv an. Ein schickes Intro verrät euch die Geschichte der jungen Kurenai, der Tochter des obersten Waffenschmieds im Takeda-Clan. Angesiedelt ist die Geschichte irgendwann nach 1500 im feudalen Japan, wo die Rivalität zwischen dem Oda-Clan und dem der Takeda mitten in einer Pattsituation steckt. Doch der eben genannte Waffenschmied schraubt gerade an einem neuen Angriffsgerät, welches das Schicksal zugunsten des Takeda-Clans lenken könnte.

Natürlich wird die Waffe nicht einfach fertig gestellt und eingesetzt, schliesslich wäre das Spiel ja dann auch direkt nach dem Intro schon vorbei. Ob das in diesem Fall nicht vielleicht sogar besser gewesen wäre, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht beantworten. Es kommt also wie es kommen muss, eine Gruppe fremder Ninjas überfällt Kurenai und ihren Vater Ryo und verschwindet mit den Waffenplänen. Doch damit nicht genug, denn Kurenai muss mit ansehen wie ihr Vater stirbt, bevor sie letzten Endes an einem blühenden Kirschbaum aufgehängt wird.

Ebenso sollte klar sein, dass Kurenai diese Aktion natürlich überlebt. Am nächsten Tag wird sie von Chiyome, der obersten Ninja der Takeda, gefunden und befreit. So wächst das junge Mädchen langsam auf und wird dabei mit den Lehren der Ninja vertraut gemacht, was ganz besonders auch auf das Tetsugen zutrifft. Jenem Gerät, mit dem sie damals an den Baum gehängt wurde. Schliesslich ist es dann soweit und ihr könnt euch auf den Weg machen euren blutigen Rachefeldzug zu starten.

To bleed or not to bleed

Zumindest könntet ihr das, wenn es sich bei der deutschen Version nicht um eine zensierte Fassung handeln würde. Blut gibt es nämlich in diesem Fall nicht, was nicht nur viel langweiliger aussieht, sondern auch leichte Defizite beim Gameplay verursacht. Natürlich steht und fällt die Qualität eines Spiels nicht mit der Literzahl der insgesamt verspritzten Blutmenge, ein wenig Feedback was Treffer angeht wäre allerdings doch ganz nett.

Falls ihr euch einem Gegner einmal frontal nähern solltet, um ihn im Nahkampf zu besiegen, ist es nur schwer ersichtlich, ob der Schlag nun geblockt wurde oder ein erfolgreicher Treffer war. Besonders langweilig sieht das dann bei den Aktionen aus, die eigentlich ein Highlight im Spiel sein sollen, nämlich den Stealth-Kills. Bei diesen Spezialangriffen müsst ihr euch leise von hinten an eure Gegner heranschleichen und dann im richtigen Moment die Angriffstaste drücken. Schon krallt sich Kurenai den bösen Buben und sticht ihm ihre Waffe ins Fleisch. Da jedoch sämtliche Bluteffekte fehlen, sieht die ganze Aktion aus als würde Kurenai mit der Klinge lediglich ein wenig in der Luft rumfuchteln, bloss dass zufällig ein Gegner davor steht. So habt ihr schon nach den ersten paar Minuten kein grosses Interesse mehr daran, diese Attacke überhaupt durchzuführen, denn es geht auch viel einfacher.

Mit dem Tetsugen ans Ziel

Das Tetsugen ist, wie bereits erwähnt, Kurenais Hauptwaffe. Im Grunde genommen habt ihr damit nichts anderes in der Hand als ein Drahtseil, an dessen Ende ihr drei Aufsätze festmachen könnt. Zunächst einmal habt ihr nur die Klinge, mit der ihr auch im Nahkampf eure Gegner platt machen könnt. Wer das einige Male versucht hat wird jedoch feststellen, dass es auf anderem Wege viel effektiver und sicherer geht. Denn sind die Gegner erst einmal alarmiert und auf der Jagd nach euch, wird fast nur noch geblockt und es ist relativ schwer einen guten Treffer zu landen.

Red Ninja - End of Honour
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Benjamin Boerner

Red-Ninja---End-of-Honour


Red-Ninja---End-of-Honour


Red-Ninja---End-of-Honour


Red-Ninja---End-of-Honour


Benjamin Boerner am 19 Apr 2005 @ 20:52
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen