GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

ScreamRide: Review

  Xbox one 

Rasante Fahrten mit der Achterbahn, allerhand Fast Food und der Geruch von frisch Erbrochenem. Solch ein Vergnügungspark weckt bei vielen sicherlich so einige Erinnerungen. Zwar sind derartige Emotionen nur schwer einzufangen, aber dennoch versuchen immer wieder einige Entwickler, die Szenerie auch in virtuelle Ebenen zu befördern. Ein weiterer Beitrag kommt nun mit dem Titel ScreamRide in die Läden. Kann das funktionieren? Wir haben uns den waghalsigen Ritt nicht entgehen lassen.

Feuer frei!

Das Gefühl, wenn eine Achterbahn langsam, aber sicher den Gipfel der Gleise erklimmt, anschliessend am Vorsprung stehen bleibt und dann mit maximaler Geschwindigkeit in den Abgrund rauscht, ist einfach unbeschreiblich. Kein Wunder, dass so viele Adrenalinjunkies in den Vergnügungsparks dieser Welt ihr Unwesen treiben. Dabei klappt das in Spieleform leider meist nur in einer abgespeckten Variante. Die meisten Titel, die sich den Vergnügungspark als Thema ausgesucht haben, sind wohl im Aufbausimulations-Genre angesiedelt. Oft bewirtschaftet man einen Park oder baut verschiedene Attraktionen selbst auf. Bei ScreamRide schaut das auf den ersten Blick womöglich ähnlich aus, doch gehen die Macher noch einen Schritt weiter und versuchen aus dem Geschehen ein möglichst actionreiches Spektakel zu machen.

Dazu versetzen sie den Spieler in den Körper eines Anwärters, der seine Arbeit bei der Firma Screamworks aufnehmen will. Schreien ist dabei Programm, denn je mehr Schreie man erntet, desto erfolgreicher wird man. Allerdings hat man die Möglichkeit, sich in drei unterschiedlichen Karrierewegen auszutoben, die sich vollkommen unterschiedlich spielen. Das war es dann auch schon, was die Handlung anbelangt, wobei man diese kleine Einführung wohl kaum "Plot" schimpfen kann. Es ist aber auch gar nicht beabsichtigt, allzu viel Hintergrund aufzubauen. Allerdings hätte man trotzdem etwas mehr an der Präsentation arbeiten können. Man merkt, dass man sich das beliebte Geschicklichkeitsspiel Trials in vielerlei Hinsicht zum Vorbild genommen hat. Die komisch gemeinten Einleitungen und Erklärvideos können jedoch nur zeitweise zum Schmunzeln anregen.

ScreamRide Bild
Überraschend dagegen ist, dass die ersten Momente in ScreamRide durchaus launig daherkommen. Die erste der drei Karrieren wird durch das Fahren der Achterbahnen selbst bestritten. Allerdings wird hier keine geskriptete Sequenz abgespielt. Der Spieler muss die Wagen tatsächlich lenken beziehungsweise sich in die Kurven lehnen, Gas geben oder an heiklen Stellen abbremsen. Tut er das nicht, verliert er unterwegs womöglich mitfahrende Personen oder entgleist komplett. Was sich zunächst relativ simpel spielt, wird mit fortschreitendem Spielerlebnis zusehends anspruchsvoller. Oft ist Timing gefragt, wenn man Boost in speziellen Abschnitten sammeln will, und ebenso kommen nach und nach Erschwernisse wie Sprünge oder Hindernisse, denen man auf zwei Rädern ausweichen muss, hinzu.

Damit wird auch schnell klar, dass ScreamRide keinerlei Anspruch als Simulation erhebt. Ganz im Gegenteil, denn die Passagen werden kontinuierlich verrückter, und trotz dessen kommt bei den ganzen Loopings und ähnlichen Abschnitten zeitweise ein echtes Achterbahngefühl auf. Nichtsdestoweniger sind erste Ermüdungserscheinungen recht schnell zu spüren. Nicht zuletzt auch, weil die rasanten Fahrten durchaus auf den Magen schlagen können, widmet man sich mit der Zeit lieber den anderen Disziplinen.

ScreamRide
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Dyba

Daniel Dyba am 14 Mrz 2015 @ 17:49
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen