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Shadowrun: Review

  XBOX 360 

Es gibt Spiele, die schreien fast nach einer Umsetzung. Einer dieser Titel ist zweifelsohne das Pen & Paper-Rollenspiel von anno 1989. Schon damals haben sich Elfen und Zwerge mit Menschen und Trollen heissumkämpfte Schlachten geliefert. Die Jungs und Mädels von FASA haben es nun endlich geschafft und die Serie in die nächste Generation gebracht. Dieses Mal haben sie jedoch kein Rollenspiel, sondern einen Online-Multiplayer-Shooter entwickelt. Ob der Wandel geglückt ist und die Plattform übergreifende Action Früchte trägt, erfahrt ihr in unserem Cyberpunk-Test.

Es ging ein Raunen durch die Xbox 360-Fangemeinde, als letztes Jahr erste Gerüchte über eine Shadowrun-Versoftung ihre Runde machten. Als danach die Katze aus dem Sack gelassen wurde und erste Screenshots erschienen, sah man zahlreichen Spielern ihre langen Gesichter an. Aus dem einstigen Pen & Paper-Rollenspiel wurde ein reinrassiger Online-Ego-Shooter im Stile von Counter-Strike. Aber nicht nur das Spielprinzip machte vielen Leuten Sorgen, auch die grafische Qualität wirkte nicht besonders gut. Nun, einige Monate später, hat sich an diesen für Shadowrun-Fans betrübenden ersten Lebenszeichen des Games nichts geändert.

Optisch macht das Spiel nur eine magere Figur und ist obendrein auch noch viel zu bunt ausgefallen. Unausgeklügelte Levelarchitekturen, mässige Animationen und ein generelles Fehlen von Details wirken alles andere als wie für ein Next Gen-Spiel angemessen. Doch nicht nur optisch hat Shadowrun wenig mit der Pen & Paper-Vorlage zu schaffen. Die dreckig-cyberpunkige Atmosphäre, welche an Blade Runner erinnern sollte, bleibt in der Umsetzung komplett auf der Strecke - Hacker sucht man vergebens und auch das Bauen und Aufleveln eigener Charaktere oder Erfüllen von Quests ist nicht zu finden. Der Titel trägt den Namen nur, weil sich Shadowrun einfach in der Rollenspielszene etabliert hat und somit der Titel ein Zugpferd im Verkauf sein soll.

Klingt ja nicht so besonders, werdet ihr euch jetzt denken. Doch das eigentliche Spiel entpuppte sich während des Tests als echte Alternative zu gängigen Xbox 360-Shootern wie Gears of War oder Battlefield 2 Modern Combat. Prinzipiell handelt es sich um einen klassischen Online-Ego-Shooter, in dem zwei Teams rundenweise gegeneinander antreten. Je nach Spielmodus gilt es, die feindliche Gruppe auszulöschen oder ein Artefakt zu beschützen beziehungsweise zu erobern. Ähnlich wie in Counter-Strike wählt man seine Bewaffnung am Anfang einer Runde über ein Kaufmenü aus.

Das Waffenrepertoire zeigt sich sehr klassisch und ohne jegliche Überraschungen. Neben der Standardpistole dürft ihr eure Gegner mit Raketenwerfer, Gatling Gun oder auch via Schrotflinte auseinandernehmen. Wer seine Gegner lieber im Nahkampf ausschalten möchte, dem sei das Katana ans Herz gelegt. Wie bei den meisten Online-Ego-Shootern könnt ihr auch in Shadowrun mit maximal zwei Waffen die Gegend unsicher machen. Die Steuerung orientiert sich an gegebenen Shooter-Standards und geht somit leicht von der Hand.

Um nicht im Einheitsbrei der zahlreichen Genre-Vertreter zu versinken, haben sich die Entwickler allerdings einige interessante Kniffe einfallen lassen, damit das Spielgeschehen interessant und ansprechend bleibt. Neben Waffen spielen Magie und Technologien eine grosse Rolle in der Zukunftswelt. Ausserdem gibt es vier unterschiedliche Rassen - Menschen, Zwerge, Trolle und Elfen -, welche sich allesamt sehr in ihren Fähigkeiten unterscheiden.

Shadowrun
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Daniel Hanin

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Daniel Hanin am 13 Jun 2007 @ 15:11
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