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Sniper Elite: Review

  XBOX 

Ein letzter Blick durchs Visier. Der Zeigefinger umgreift ruhig den Abzug. Der liegende Körper macht keine Bewegung mehr. Jeder Schuss muss sitzen. Der gegnerische Soldat ist 45 Meter entfernt und schiebt gerade einsam Wache. Noch ein kleiner Augenblick vergeht, der knallende Schuss fällt und schneidet die geladene Stille wie ein Messer. Der russische Soldat taumelt und fällt rücklings zu Boden. Ruhig nimmt der Scharfschütze seine Waffe hinter den Rücken und schleicht zum nächsten gedeckten Spähplatz. Per Funk meldet sich der Einsatzleiter und begrüsst ihn mit den Worten: "Willkommen in

Sniper Elite

!"



Story

Schauplatz von Sniper Elite ist wieder einmal der Zweite Weltkrieg. Doch anstatt in der Normandie oder sonstwo einen biederen Scharfschützen zu mimen, schlüpft man hier in die Rolle eines amerikanischen Spezialagenten, welcher die Anfänge des Kalten Krieges direkt miterlebt. "Der dumme GBase-Redakteur hat keine Ahnung von der Zeitgeschichte!", werden jetzt sicherlich einige Leser denken. Doch halt! Die Story ist gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, nämlich im April 1945, angesiedelt, als die Kapitulation der deutschen Wehrmacht praktisch Fakt war und die letzten Gefechte in Berlin ausgetragen wurden. Dabei intervenierten sowohl sowjetische als auch alliierte Truppen ins Land der Nationalsozialisten. Die Sowjetunion hatte Wind von geheimen Plänen der Deutschen bekommen, besonders im Bereich der Atomforschung, welche später im Kalten Krieg bekanntlich eine sehr grosse Rolle spielte. Als OSS-Spezialagent muss der Spieler demnach die Russen daran hindern, dass diese in den Besitz der Dokumente kommen.

Gameplay

Der wichtigste Parameter, welcher vor dem Spielstart eingestellt werden muss, ist der Schwierigkeitsgrad. Hier kann man bestimmen, ob man wirklich mit einem hohen Realismusgrad spielen möchte oder doch eher die etwas unrealistischere Art bevorzugt. Besonders interessant sind die Einstellungen, welche Faktoren sich auf den Zielmodus beim Scharfschützengewehr auswirken. Vom Puls über die Lage des Körpers bis hin zum Wind fehlt es hier wahrlich nicht an realistischen Rahmenbedingungen. Nachdem man die ganzen Einstellungen nach seinen Wünschen getätigt hat, wird man mit einem ausführlichen Briefing über die Missionsziele, den Schauplatz und andere wichtige Informationen aufgeklärt. Nach einer kurzen Ladesequenz geht es dann aber definitiv nach Berlin.

Der Spieler steuert seinen Protagonisten stets aus der dritten Person, es sei denn, er wechselt in den Zielmodus des Scharfschützen. Doch bis der erste Gegner kommt, wird man zuerst mit allerlei Informationen zugeschüttet und merkt schnell, dass hier mehrere Lösungswege zum Ziel führen. Von der ruhigen Kugel bis hin zum exzessiven Rambo kann man alle Varianten anwenden, welche aber nicht alle gleich erfolgreich enden. Wer sich nur mit seinem Scharfschützengewehr durchschlagen möchte, braucht Nerven wie Drahtseile. Stets geduckt oder gar robbend muss man sich hier von einer gedeckten Position zur nächsten bewegen und stets die Umgebung im Auge behalten. Mit dem Fernglas kann man diese ausspähen, Feinde frühzeitig erkennen und bestenfalls gleich ausschalten. Offene Gelände sind absolut zu vermeiden und Nahkämpfe sind tabu! Doch angesichts der Waffenauswahl werden nur die Wenigsten diesen Weg gehen. Wie so oft im Leben ist auch hier der Mittelweg unserer Meinung nach der beste. Bewaffnet mit einer schallgedämpften Pistole, dem obligaten Scharfschützengewehr, aber auch mit einem Maschinengewehr, sei es die PPSPH oder eine deutsche MG 42, und verschiedenen Granaten, kann man sich bei geringer Feinddichte dynamischere Kämpfe leisten.

Sniper Elite
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Can Baris

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Can Baris am 21 Nov 2005 @ 10:49
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