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Snipers: Review

  XBOX 360 

"Unsichtbar, lautlos, tödlich!" Mit der Scharfschützensimulation Snipers hat Bigben Interactive offenbar die Pforten zur Geriatrie geöffnet. Entfleucht ist ein schwer verdauliches Schiessspielchen für altersschwache Shooter-Fans.

"Killerspiele" können ja so voller Leben sein. Jagen, kriechen, verschanzen, ballern, nachladen, weiterballern, und die besseren Gegenspieler als Cheater beschimpfen. Der Reihe nach werden Kontrahenten umgelegt, nur um sie erneut als Kugelfutter wiederauferstehen zu lassen. Egal, ob Battlefield, Call of Duty oder selbst das über zwölf Jahre alte Counter-Strike: Wer tötet, ist gleichzeitig auch Erneuerer. Nun lesen sich die Versprechungen von Bigben Interactive, mit Snipers auch das Genre zu erneuern, ziemlich gehaltvoll. Der Test aber zeigt: Leben kommt mit dem Online-Spiel aus der französischen Spieleschmiede Hydravision kaum in die Bude, wenn selbst das uralte Counter-Strike lebhaftere Action bietet.

Snipers: Die Offenbarung für Dauercamper?

Die gute Nachricht: Snipers lässt sich, vom mickrigen Tutorial mal abgesehen, nur online spielen, verspricht also rege Wettbewerbe unter Spielern weltweit. Die schlechte: Snipers lässt sich nur online spielen und es gibt kaum Spieler in der Lobby. Zumindest zum Testzeitpunkt nicht, obwohl das Spiel bereits erhältlich ist. Trotz der vielversprechenden Spielmodi will der Funke offenbar nicht so recht überspringen. Ihr seid Scharfschütze im Jahre 2024, irgendwo im Osten, nehmt maximal elf Gegner pro Karte aufs Korn, drückt ab und erzielt bestenfalls Kopftreffer, für maximale Punktzahlen. Die machen sich gut im Ranking nach einem Match. Wer genug Punkte gesammelt hat, erreicht einen neuen militärischen Rang. Nach und nach werden so bis zu 20 Extras freigeschaltet, darunter verbesserte Waffen, Drohnen oder Hologrammprojektoren. Bekanntes Belohnungssystem, wie etwa in Battlefield 3, dem Paradebeispiel für einen modernen Mehrspieler-Shooter. Stufen, Belohnungen und Extras bis zum Abwinken. Vergleicht man aber die Belohnungssysteme von Snipers und Battlefield 3, dann macht Bigbens Scharfschützenspiel dem Namen alle Ehre: es versteckt sich unauffällig hinter dem grossen Bruder. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, aber Snipers bietet nur wenig Anreiz, irgendwelche Extras im Spiel freizuschalten. Laut Hersteller "6 futuristische Scharfschützenwaffen, 2 Handfeuerwaffen und 20 Arten von Ausrüstungen". Zu wenig. Zu unspektakulär. Und kaum jemand ist für einen Lauflängenvergleich online. Doof.

Die Spielmodi

Fünf Spielmodi sollen im Scharfschützenverein Gaudi garantieren. Im Free-2-Play wird einfach jeder abgeknallt, der einem vor die Flinte läuft. Eine Art Deathmatch. Wie wäre es mit einem Capture-the-Flag-Modus für zwei Teams, oder der Möglichkeit, als Vertragskiller aufs Feld geschickt zu werden? In dem Modus bekommt jeder Spieler einen Gegenspieler zugewiesen - man ist gleichzeitig Jäger und Gejagter. Eigentlich gute Voraussetzungen für ein geschliffenes Online-Spiel, wo es doch auch ein weltweit greifendes Ranglistensytem gibt. Nur leider ist Snipers nicht genug geschliffen worden.

Eigentlich bereut der erfahrene Shooter-Experte schon im Tutorial den Kauf des Spiels. Dort erlernen zukünftige Schützenkönige den Umgang mit Pistole, Gewehr oder Handgranate. Auch den Einsatz eines Kletterhakens, der mit der R1-Taste an markierte Punkte an Gebäude- oder etwa auch Containerkanten ausgeworfen und festgemacht werden kann. Schwups, steht der Meisterschütze anderswo. Vielleicht oben auf einer Lagerhalle. Oder auf einem Kran. Möglichst immer dort, wo Gegner einen nicht erwarten. Die können einen nämlich trotzdem erspähen. Kurzzeitig, mit dem Einsatz einer Scanner-Drohne, gegen die wiederum der Tarnmodus einer entsprechenden, später zu erlernenden Fähigkeit wirksam ist. Erster Mangel: schwer lesbare Texthinweise im Tutorial, die viel zu schnell durchrattern.

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Thomas Richter

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Thomas Richter am 15 Apr 2012 @ 15:00
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