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Stuntman - Ignition: Review

  XBOX 360 

Was wäre Hollywood ohne die kleinen Leute? Die unbekannten Helden, deren Gesicht man im Regelfall nie auf der Leinwand zu sehen bekommt, die aber ihr Leben dafür riskieren, dass der strahlende Held gut aussieht. Ja, die Rede ist von den Stuntmen - jene Berufsgruppe, die Schauspieler Lee Majors in einem populären Song einst gewürdigt hat. Man denke da beispielsweise an die grandiose Verfolgungsjagd im Steve McQueen-Film "Bullitt" anno 1968. Doch auch aktuelle Blockbuster kommen trotz gigantischer Budgets und moderner Tricktechnik nicht ohne die klassische Stunt-Arbeit aus. Denkt an die Highway-Hatz in Bad Boys 2 oder das fliegende Polizeiauto in Stirb Langsam 4.0. Zum zweiten Mal nach 2002 wird den Stunt-Leuten ein spielerisches Denkmal gesetzt. Entwickler Paradigm liefert in diesen Tagen mit Stuntman Ignition die Fortsetzung des Action-Spiels von Reflections. Wir haben uns den Helm aufgesetzt und sind losgesaust.

Anschnallen reicht hier nicht!

Im Karriere-Modus von Stuntman Ignition schlüpft ihr in die Rolle eines namenlosen Nachwuchs-Stunt-Fahrers, der vom Set eines Werbefilms direkt wegengagiert wird und für grosse Hollywood-Streifen ins Auto steigen soll. Für insgesamt sechs verschiedene Blockbuster müsst ihr in jeweils sechs grossen Stunt-Sequenzen die Anweisungen des Stunt-Koordinators umsetzen und den Regisseur zufrieden stellen. Da keine der insgesamt 36 Sequenzen länger als zwei bis vier Minuten dauert, klingt das nach einer vergleichsweise geringen Netto-Spielzeit. Und tatsächlich haben geübte Fahrer die sechs Filme schnell abgedreht. Der Schlüssel zum Spiel ist die Perfektion. Bewertet wird eure Stuntleistung nämlich mit einem Sternesystem von einem bis fünf Sternen. Nun, alle Sequenzen mit einem, zwei oder drei Sternen abzudrehen, ist kein Problem. Um aber jedes freischaltbare Goodie zu erlangen und alle Punkte abzusahnen, müsst ihr die Stunts perfekt beherrschen.

Grossartig! Und bitte nochmal, das Ganze!

Zugegeben, ganz realitätsnah ist das Spielprinzip von Stuntman Ignition nicht. Kein Regisseur dieser Welt würde eine vierminütige Verfolgungsjagd durch Downtown Los Angeles in einem Take drehen. Vielmehr würde man für jeden kleinen Stunt in dieser Sequenz eine eigene Aufnahme verwenden, um das Endergebnis dann vom Cutter flott zusammenschneiden zu lassen. Im Spiel müsst ihr die komplexen Stunt-Sequenzen aber tatsächlich von Anfang bis Ende in einem Rutsch erledigen - wie schon gesagt: unrealistisch, aber spielerisch wohl die klügere Lösung.

Vor jedem Stunt bekommt ihr anhand von Standbildern die Schlüsselszenen der Sequenz erklärt. Da ihr das gesamte Set in diesem Moment noch nicht kennt, sind die Erläuterungen des Stuntkoordinators vor dem ersten Versuch nur bedingt nützlich. Ein Kamera-Flug über die Szenerie wäre hier wohl weitaus sinnvoller gewesen. Benötigt ihr für die nächste Szene ein spezielles Manöver, wie zum Beispiel das Fahren auf zwei Rädern oder einen Korkenzieher-Überschlag, dürft ihr diese Aktion in einem Mini-Tutorial auf einem Studio-Hinterhof üben.

Sobald die Kameras laufen und die Stunt-Sequenz gestartet ist, gebt ihr Vollgas. Über Funk erhaltet ihr von eurem Stunt-Koordinator während der Fahrt die Anweisungen für die nächsten Manöver, zusätzlich werden euch die Schlüsselstellen auf dem Bildschirm mit gelben Symbolen markiert. Diese Symbole sagen euch dann auch, was ihr zu tun habt. Müsst ihr einen 180 Grad-U-Turn vollführen, ein platziertes Objekt rammen oder an einer bestimmten Stelle einen Spezialeffekt auslösen? Die Symbole und der Mann am Funk sagen es euch... leider aber nicht immer rechtzeitig.

Stuntman - Ignition
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 16 Sep 2007 @ 20:23
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