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Tenchu - Senran: Review

  XBOX 360 

Ein weiterer alter Bekannter aus dem Games-Regal tummelt sich auf der XBox-360-Plattform. Geneigte Fans von Schleichspielchen kennen die Serie vielleicht noch von der alten Playstation One oder der PS2, wo die Titel vor allem durch ein spannendes Spielprinzip von sich reden machten. Allerdings brachten die Auftragsmetzeleien auch durch die extremen Gewaltdarstellungen schnell die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Plan. Die fackelte nicht lange und indizierte seinerzeit den ersten Teil und beschloss, dass die anderen PS2-Folgen nur in gekürzter Form auf den deutschen Markt finden würden. Nun reiht sich auch die XBox 360 zur Plattformpalette, auf der die Ninjas von Tenchu meucheln dürfen.

Im feudalen Japan setzten die Herrscher heimliche Kommandos so genannter Ninjas ein. Diese Geheimagenten der exotischen Art waren nicht nur meisterhaft im Kampfsport ausgebildet, sonder verfügten über eine Ausrüstung, die man mit dem Spielzeug eines Solid Snakes vor vierhundert Jahren vergleichen könnte. Ihre Arbeit bestand nicht nur aus der Liquidierung etwaiger Regierungsgegner und anderen Feinden, sondern auch aus der Beschaffung von Informationen, sei es durch Kontakte zur Bevölkerung und Bezugspersonen oder eben auch durch Diebstahl, List und Tücke.

In der westlichen Welt umweht den Schattenkriegern der Shoguns noch heute ein Mythos, der geprägt ist von de Geheimnissen der fernöstlichen Welt, aber auch von den Produkten der Filmindustrie, vornehmlich der achtziger Jahre. In die Rolle eines dieser Agenten hat der Spieler zu schlüpfen, wobei er das Aussehen der Spielfigur frei wählen kann. Vom Gesicht bis zum Futteral für sein Katana kann der geneigte Spieler aussuchen, in welcher Gestalt er durch die Gegend zu huschen gedenkt. Aber allzu auffällige Klamotten sollten lieber im Schrank bleiben: Je farbenfroher der Anzug, desto leichter wird man vom Gegner erkannt.

Los Ninjas de la noche

Seine Aufträge erhält der Spieler von seinem Meister in einem Dorf, in das er sich automatisch nach erfolgreichem Abschuss einer Mission zurückzieht. In diesem Dorf kann man auch neue Kleidung, Accessoires oder Fähigkeiten erwerben. Die Anzahl der mitgeführten Objekte ist allerdings beschränkt. So kann man keine unbegrenzte Anzahl an Wurfsternen, Rauchbomben oder ähnlichem Arbeitswerkzeug mitnehmen. Das macht aber nichts, denn man findet oft genug bei den erledigten Wachen nützliche Gegenstände. Meistens muss man eine bestimmte Person suchen, finden und letzten Endes bestrafen. Wobei man das Wort "bestrafen" auch gerne durch "meucheln" ersetzen kann, worauf eine Mission grundsätzlich hinausläuft.

Aber auch die Entschärfung von Bomben in einem zivilen Dorf, die Befreiung besetzter Punkte oder die Rettung von Geiseln stehen auf dem Programm. Gejagt wird ausschliesslich nachts, wenn der Ninja zur unsichtbaren Bedrohung für seine Feinde wird. Die Vorgehensweise wechselt sich dabei leider nur wenig ab. Zwar ist es spannend, ein Gelände erst auszukundschaften, um es dann möglichst lautlos von Wachen zu säubern, bei insgesamt fünfzig Missionen zeigt sich allerdings auch schon sehr deutlich die eine oder andere Abnutzungserscheinung.

Nach erfolgreichem Abschluss einer Mission erhält man Punkte, die man im Dorf dann in Kleidung, Zubehör, Waffen oder neuen Kombinationsattacken investieren kann. Die Anzahl der Punkte hängt dabei von der Eleganz der Ausführung ab. Trampelt man einem Elefant im Porzellanladen gleich durch die Behausungen und nimmt wenig Rücksicht auf den Kodex der Heimlichkeit eines Ninjas, so hat man in kürzester Zeit sämtliche Wachen des Komplexes an den Sandalen und muss sich auf nervige Zweikämpfe einlassen.

Tenchu - Senran
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Martin Weber

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Martin Weber am 16 Jul 2007 @ 18:36
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