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The Crew: Review

  Xbox one 

Pünktlich zum Ende des Jahres 2014 will es der Entwickler und Publisher Ubisoft noch mal wissen und schickt ein potenzielles Zugpferd aus dem Bereich der Rennspiele los. Das neue Franchise hört auf den Namen The Crew und hat schon vorab mit der Grösse der Spielwelt für Aufsehen gesorgt. Natürlich haben auch wir uns auf einen Roadtrip durch die USA gewagt, um herauszufinden, ob das Gruppenprinzip wirklich zündet.

Zeit für Rache

The Crew versteht sich nicht als klassisches Rennspiel, sondern bedient einen Bereich, der in den vergangenen Jahren stetig populärer geworden ist. Genau wie bei vielen anderen Genres auch, lüstert es den Fans nach mehr Freiheit, weshalb also auch dieser Titel eine offene Welt bietet, die nach Lust und Laune völlig frei befahren werden kann. Doch damit man überhaupt einen Grund hat, an den zahlreichen Rennen und Herausforderungen teilzunehmen, hat man das Ganze in einen Handlungsrahmen gezwängt, der leider abermals völlig aufgesetzt und belanglos wirkt und daher zu keiner Zeit das Interesse des Spielers aufrechterhalten kann.

So schlüpft man in die Rolle von Alex, der sich gerne mit der Polizei anlegt und an illegalen Autorennen teilnimmt. Sein Bruder ist ebenso auf den Strassen der USA zu Hause und hat einen eigenen Rennklub gegründet, der zusehends Aufmerksamkeit erfährt. Doch Alex muss bei einem Treffen mit seinem Bruder mit ansehen, wie dieser kaltblütig ermordet wird. Damit nicht genug, denn ein korrupter Beamter sorgt dafür, dass Alex selbst dafür verantwortlich gemacht wird und in den Knast muss. Nach fünf Jahren bekommt er allerdings das Angebot, für die Regierung zu arbeiten. So soll sich der Spieler verdeckt in den inzwischen übernommenen Rennklub einbringen und nach oben arbeiten, um der Spitze möglichst nahe zu kommen und die Drahtzieher dieser kleinen Verschwörung dingfest zu machen. Wie erwähnt kommt die Handlung leider alles andere als spannend herüber und wird mit all ihren Zwischensequenzen viel zu sehr in die Länge gezogen.


Zu Beginn darf der Protagonist aus einer Handvoll Boliden wählen und sich so sein erstes Fahrzeug in die Garage stellen. Das weitere Ziel besteht natürlich darin, die verschiedenen Herausforderungen möglichst erfolgreich zu bestehen, wodurch der Spieler nicht nur Geld, sondern auch Erfahrungspunkte und Fahrzeugteile erhält. Letztere sind essentiell und sorgen dafür, dass sich die Werte des Fahrzeugs stetig verbessern. Die einzelnen Missionen geben zumeist einen Richtwert an, mit welchem Fahrzeugrang man an den Start gehen sollte. Wer sich nicht daran hält, bekommt es oft mit einer Herausforderung zu tun, die kaum zu meistern ist. Mit dem verdienten Geld lassen sich im weiteren Verlauf natürlich auch noch weitere Fahrzeuge erstehen. Die Palette der Fahrzeugauswahl ist ansehnlich und bietet bekannte Marken wie Dodge, Nissan und Ford. Schnell wird allerdings klar, dass man nicht allzu häufig zu einem neuen Gefährt kommt, da die Kosten recht hoch sind und man damit zumeist recht lange mit einem erstandenen Fahrzeug umherfährt.

Die Missionen selbst kommen im Übrigen recht abwechslungsreich daher. Erwartungsgemäss gibt es auch normale Rundenrennen, doch diese sind eher in der Unterzahl. In den meisten Fällen geht es in Wegpunktrennen zur Sache, oder aber man muss sich in mehr oder minder wilden Verfolgungsjagden behaupten, bei denen der Protagonist entweder selbst entkommen muss oder einen anderen Fahrer so lange malträtiert, bis sein Fahrzeug letztlich den Geist aufgibt. Während der freien Fahrt gibt es zudem noch einige Ziele, die man ganz einfach nebenbei erfüllen kann und oftmals bestimmte Streckenabschnitte betreffen. So kann sich der Spieler durch einfaches Slalomfahren oder das Springen über diverse Sprungrampen zusätzliche Punkte und Fahrzeugteile dazuverdienen. So nett manche Aufgaben auch sein mögen, ist es oftmals schade, dass einige Siege beziehungsweise Niederlagen dem Zufall zu verdanken sind. Zum einen ist da natürlich der zivile Strassenverkehr, der kaum vorherzusehen ist und damit zu erbitterten Rückschlägen führen kann. Aber auch die Verfolgungsrennen wirken häufig wahllos und ungeordnet.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 22 Dez 2014 @ 21:27
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