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The Walking Dead - Survival Instinct: Review

  XBOX 360 

Keine Widerrede: Die TV-Serie The Walking Dead gehört zu den besten Zombie-Abenteuern der letzten Jahre. Millionen Menschen erfreuen sich mittlerweile an der dritten Staffel. Da war ein offizielles Spiel nur eine Frage der Zeit. Aber The Walking Dead: Survival Instinct hätten sich die Verantwortlichen sparen können.


The Walking Dead ist nicht The Walking Dead

Kurze Aufklärung: Die vielfach gelobte The Walking Dead-Spielreihe von Telltale Games baut auf dem Comic auf, der wiederum die Vorlage für die TV-Serie ist. The Walking Dead: Survival Instinct wiederum besitzt als erstes Spiel die offizielle Lizenz vom Sender AMC, der die Fernsehserie produziert. Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber förderlich. Auf gewisse Weise wird Spielern eine Art Vorgeschichte serviert, bei der der Charakter Daryl Dixon erstmals mit Zombies konfrontiert wird. Zeitlich ist dies vor den Ereignissen der ersten Serienstaffel von The Walking Dead angesiedelt.

Aber wie angedeutet: Im Grunde ist das alles egal. Besagter Daryl reist mit seinem Bruder Merle quer durch die US-amerikanische Pampa, um irgendwie den Untoten zu entkommen und Sicherheit zu finden. Die Handlung selbst ist ziemlich dünn und wird in teils abrupt endenden Zwischensequenzen grob erzählt. Wenigstens spendierten Activision Blizzard und Entwickler Terminal Reality den aus der Serie bekannten Charakteren die originalen Synchronsprecher. Abgesehen von deutschen Untertiteln und Menüs gibt's keine Lokalisierung. So oder so: Etwas Atmosphäre wird erzeugt, das muss man dem Spiel in jedem Fall lassen. Nur diese Stärke ist nicht in der Lage, die zahllosen Makel zu kaschieren.

Was zum Teufel ...?

Die ersten Minuten, die man als Tutorial verstehen soll, sind eher schockierend. Man läuft durch einen Bach, um jemandem zur Hilfe zu eilen. Das ist plump und gerade für Genre-Einsteiger keine Bereicherung. Ein Handbuch hat sich Activision Blizzard übrigens gespart. Sei's drum, das hätte den Anfang nicht besser gemacht. Erfahrenere Spieler verstehen schnell das Konzept: Aus der Ich-Perspektive steuert man Daryl, der mit aller Gewalt versucht, zu überleben. Hierzu nutzt er das, was er in den US-Vororten auf seiner Odyssee durchs Land findet. Ein Messer, einen Hammer, später auch mal Pistolen, Schrotflinten oder Gewehre. Doch es ist natürlich klar, dass die Munition immer knapp bemessen ist und die Untoten dem Protagonisten das Leben erschweren. Den eigenen Energievorrat sollte man auch stets im Auge behalten - hier helfen Energydrinks und andere Leckereien, die in den Gebieten herumliegen. Es lohnt sich also, etwas genauer die Szenarien zu erkunden.

So weit ist dies nicht ungewöhnlich und funktioniert auch nach einer kleinen Einarbeit. Nach dieser nimmt man sogar die grundsätzlich träge Steuerung in Kauf. Nicht aber die spielerischen Makel: Die Kämpfe sind wenig spassig, vielmehr lästig und anstrengend. Mehrfach auf die Köpfe der Gegner einzuhauen, bis sie endgültig das Zeitliche segnen - und das immer und immer wieder? Aufregend ist das nicht. Ernsthaft taktische Auseinandersetzungen gibt's nicht, das ist alles monoton, öde und aufgrund einer schlecht integrierten Physik-Engine auch noch unpräzise. Aufgelockert wird dieses stumpfe und doch sehr blutige Abmetzeln durch Quick-Time-Events, die ebenfalls nach dem gleichen Muster ablaufen. Wie einfältig!

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Sven Wernicke

The-Walking-Dead---Survival-Instinct


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Sven Wernicke am 02 Apr 2013 @ 16:10
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