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Tiger Woods PGA Tour 08: Review

  XBOX 360 

Kollege Markus Grunow ist ein Mann, der zweifellos zu den Senioren in unserem Haus gehört. Dementsprechend ist es ganz natürlich, dass er besonders viel Zeit für ausufernde sportliche Tätigkeiten hat. Frei nach dem Motto "Hast du noch Sex oder spielst du schon Golf?" war er es auch, der sich jüngst im Schnellverfahren - "Besser als letztes Jahr" und "Schlechter als letztes Jahr", so lauteten die beiden Wertungskriterien - Tiger Woods 08 für den PC angesehen hat. Man kann also behaupten, Kollege Grunow hat die für den Golfsport zwingend notwendige Platzreife. Nun trifft das nicht auf jeden Tester unseres Teams zu. Um genau zu sein, hat man mit den Versionen für die Wii und die Xbox 360 einen Mann erwischt, der selbst im Minigolf von seiner Freundin geschlagen wird. Ob das in irgendeiner Weise Einfluss auf die Objektivität hat? Findet es heraus!

Mein Ball, der hat so Mulden, so Mulden hat mein Ball!

Nun gut, die grundlegenden Spielregeln eines klassischen Golfspiels sollten hinreichend bekannt sein. Es gibt da einen kleinen weissen Ball, der eine ungeheure Lust darauf hat, geschätzte 500 Meter weiter in einem Loch zu verschwinden. Um ihm dies zu ermöglichen, verfügt man als Golfspieler über ein hilfreiches Goodie. Einen Schläger.

Nein, liebe Leser, es geht hier nicht darum, dass ein aus Mügeln eingeflogener, kahlrasierter Menschenfreund in Lederstiefeln einen Ball über das Gras trägt, gemeint ist ein meist metallenes Schlaginstrument, mit dem der kleine unschuldige Ball schwungholenderweise über besagtes Gras geballert wird. Wer am wenigsten Schläge dafür benötigt, darf sich am Ende des Tages etwas drauf einbilden. So, ungefähr, funktioniert Golf.

Nun sprechen wir in diesem Test von zwei grundverschiedenen Versionen des selben Titels. Grob gegliedert dürft ihr euch in der Wii-Version einen Muskelkater holen, da euch das Spiel so ins Schwitzen bringt, dass ihr vor lauter salzhaltiger Flüssigkeit in den Augen eh nicht erkennt, dass hier grafisch nicht viel zu holen ist.

Anders ist da die 360-Fassung, in der ihr den Schläger mit vergleichsweise entspannten Fingerübungen bewegt und somit uneingeschränkt die im direkten Vergleich optisch attraktivste Fassung des Spiels geniessen könnt. Auf die Unterschiede wollen wir aber später noch en detail zu sprechen kommen, konzentrieren wir uns nun erst einmal auf das, was beide Versionen gemeinsam haben.

Ein Ball auf dem Erdball

Gespielt wird Tiger Woods 08 natürlich nicht auf dem an sich sehr hübschen Kurs des Golfclubs in Kleinsendelbach, nein, es verschlägt euch im digitalen Klöppelkurs an die schönsten und attraktivsten Golfplätze dieser Erde. Ganz unter uns, es sind auch die Forderndsten. Im umfangreichen Karriere-Modus, der namensgebenden PGA-Tour, dürft ihr euch zur Rundreise mit einem selbst erstellten Golfer anmelden.

Dafür dürft ihr in einem umfangreichen Menü von der Haartönung über Figur und Gesicht bis hin zur Feinwäsche alles nach eurem Gusto festlegen und startet so mit einem individuellen Schlagmann in den Wettbewerb. Randbemerkung: führt die PGA-Tour auch auf die Ballearen? Ja, okay, der war schlecht. (Und wäre fast wegkorrigiert worden. - Das Lektorat)

Natürlich startet man die Karriere eines Profi-Golfers nicht als erfahrener Profi - weswegen es dann wohl zuallererst gar keine Profi-Golfer-Karriere ist. Vielmehr gilt es, Fertigkeiten auszubauen und an Erfahrung zu gewinnen, um nach und nach immer besser und konkurrenzfähiger zu werden. Diese Fähigkeiten baut ihr umso schneller aus, je öfter euch diverse Kunststücke auf dem Platz gelingen. Ein erfolgreicher Putt aus rund 35 Fuss Entfernung wäre zum Beispiel so ein Erfolgserlebnis, eine schwierige Bergung des Balls aus einem Sandbunker oder gar ein Hole in One, welches uns in der Testphase unglaublicherweise wirklich einmal gelungen ist.

Mit einem einfachen Schwung und einem gut sitzenden Schlag ist es in einer echten Golfsimulation nicht getan. Wer bislang also nur Wii Sports-Golf gespielt hat, sollte aufmerken. Es handelt sich hierbei ganz klar um eine knallharte Simulation, weswegen euch natürlich viele verschiedene Schläger, Trickschläge und diverse andere Dinge zur Verfügung stehen.

Im Gegenzug müsst ihr auf die Beschaffenheit des Geländes achten, sauber zielen und vorab schätzen können, wohin es eure Kugel verschlägt. Eine grobe Zielfunktion zeigt euch an, wo euer Ball unter idealen Schlagbedingungen ungefähr landen wird. Diese Prognose wird übrigens auch mit wachsendem Erfahrungswert immer exakter. Nach zwei gespielten Kursen dürften auch unerfahrene Spieler den Dreh raus haben und mit der starken KI-Konkurrenz zumindest auf Par-Niveau mithalten können.

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Tobias Kuehnlein


Tiger-Woods-PGA-Tour-08


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Tobias Kuehnlein am 03 Okt 2007 @ 23:10
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