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Titanfall: Review

  Xbox one 

Dass die Spieleversorgung einer frisch erschienenen Hardware eher spärlich anläuft, ist bei Betrachtung der letzten Konsolenzyklen durchaus vorhersehbar. Umso genauer werden jene Titel betrachtet, die zuvor als potenzielle Hardware-Seller angekündigt wurden. Titanfall dürfte genau dieses Potenzial für die Xbox One besitzen, wenngleich auch eine Fassung für PC bereitsteht und eine entsprechende Xbox-360-Version mit etwas Verspätung in die Händlerregale kommen wird. Doch hat der Titel tatsächlich die Waffen, um das Mehrspielergenre aufzumischen?

Auf die Geschwindigkeit kommt es an!

Wer Titanfall erleben möchte, braucht zwangsläufig eine Internet-Anbindung und im Falle der Konsolenversionen natürlich auch noch ein Xbox-Live-Gold-Abo, schliesslich kommt das Videospiel als reiner Mehrspielertitel daher. Die ersten Schritte im Spiel darf man allerdings alleine gehen, denn bevor die erste Schlacht ansteht, gilt es, ein recht umfangreiches Training zu absolvieren. Dabei startet der Spieler in der Ego-Perspektive und wird mittels Simulation durch diverse Testkammern gejagt, um die verschiedenen Fähigkeiten des Charakters zu erlernen. Ohne jegliche Frustsituationen bekommt man als Einsteiger einen exzellenten Start geboten, der auch in atmosphärischer Hinsicht zu gefallen weiss, da die Tests in keiner Weise gestellt oder aufgesetzt wirken.

Beim Training selbst rückt bereits eine Vermutung in den Fokus, die sich im Laufe des Online-Erlebnisses definitiv zu bestätigen vermag. Titanfall ist nämlich ein verdammt rasantes Spiel, was vorrangig an der erhöhten Agilität der sogenannten Piloten liegt. Zu Fuss bewegt man sich im Spiel ziemlich oft voran, doch dank Doppelsprung kommt der Charakter mit Einfachheit an erhöhte Stellen und zieht sich an Kanten automatisch hoch. In Verbindung mit dem Wandlauf kommen so einige Aktionen zustande, die der beliebten Sportart Parcours überaus ähnlich sind. Dies ist mit Sicherheit so gewollt und sorgt dafür, dass sich die Figuren zumeist rennend sowie springend durch die Areale bewegen. Das fühlt sich selbst aus der Ego-Ansicht bestens an und funktioniert dank der simplen Funktionsweise wirklich ziemlich gut. Wenn man im Modus Capture the Flag etwa mit der Flagge im Schlepptau über die Dächer hinwegsprintet und von einer zur anderen Wand hopst, um den feindlichen Schüssen zu entgehen, kommt das wirklich einem einzigartigen Gefühl gleich.

Titanfall Bild
Doch bevor man sich an den verschiedenen Modi versucht, bietet die Online-Kampagne nach dem Training eine gute Möglichkeit, um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. So nett die Tatsache klingt, dass die Entwickler tatsächlich eine Handlung in den Part eingebaut haben, sollten die Erwartungen allerdings nicht allzu hoch geschraubt werden. Die Kampagne entpuppt sich nämlich rasch als eine Aneinanderreihung von Mehrspielergefechten, die in zwei verschiedenen Varianten gespielt werden und mit zugegeben oftmals sehr hübsch gestalteten Zwischensequenzen eingeleitet werden. Dabei kämpft die militante Gruppe IMC gegen die sogenannte Miliz. Wer da wem sein Grenzland weggenommen hat und wieso die Genossen überhaupt gegeneinander antreten, wird zwar durchaus angeführt, präsentiert sich allerdings nicht sonderlich interessant.

Um aber wie bereits erwähnt Übung zu erhalten, ist der Story-Part nicht verkehrt. In knapp zwei Stunden ist man ohnehin schon fertig und bekommt dann noch mal die Möglichkeit, das Geschehen aus der vormals gegnerischen Perspektive von vorne zu beginnen. Sicherlich mag die Kampagne nicht jedem zusagen, doch trotzdem empfiehlt sich der Abschluss beider Seiten, denn nur so schaltet man am Ende alle Titanenklassen frei, um sie später frei modifizieren zu können. Da sich die Kampagne abgesehen von den Filmsequenzen nicht von den normalen Auseinandersetzungen unterscheidet, macht es sowieso keinen Unterschied, ob man nun hier seine Zeit verbringt oder einen anderen Modus ansteuert.

Titanfall
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 13 Mrz 2014 @ 17:58
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