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Torino 2006: Review

  XBOX 

Bald ist es soweit: Die olympischen Winterspiele stehen vor der Haustür. Zwar erwartet niemand von den Italienern, dass die ein ähnlich herrliches Stimmungsfest wie einst die Norweger 1994 in Lillehammer erschaffen, doch das Flair der Winterspiele soll auch in Turin für Glanz in den Augen aller Wintersport-Fans sorgen. 2K Sports lässt uns nun beim offiziellen Spiel der Olympiade diese wunderbare Stimmung aufsaugen und um Medaillen kämpfen.


In fünfzehn verschiedenen Wettbewerben könnt ihr mit eurem virtuellen Konterfei in acht unterschiedlichen Sportarten antreten. Nach einem kurzen Intro, welches in unserem Test mit kleineren Soundproblemen behaftet war, gelangt ihr bereits in das Hauptmenü. Hier könnt ihr auswählen, ob ihr euch lediglich in einem Wettkampf um einen Podestplatz bemühen oder euch in einem Wettkampf mit allen oder lediglich neun Disziplinen gegen die Konkurrenz durchsetzen wollt. Auch eigene Kombinationen der Wettbewerbe sind möglich, was besonders bei Mehrspielerpartien auch wünschenswert ist.

Gesteuert wird Torino 2006 mit dem Xbox Pad erheblich genauer und besser als in der PC Version. Während ihr in ähnlichen Spielen zumeist per Dauerfeuer die Sportler zu Höchstleistungen treibt, kommt es in diesem Spiel eher auf das richtige Timing oder den bestmöglichen Einsatz der Ausdauer eurer Sportler an. Das knapp dreissig Seiten starke Handbuch geht auf die Unterschiede und wichtigsten Punkte der Steuerungsoptionen für jede Sportart ein. Der spielerische Anspruch bewegt sich klar auf arcademässigem Niveau und das ist auch gut so. Denn nur so wird das Spiel zum Partyhit, weil die einfache Bedienung und Steuerung der einzelnen Disziplinen einen raschen Einstieg ermöglicht.

Technisch anspruchsvoll?


Rasante Sportarten wie die verschiedenen Ski-Wettbewerbe, das Skispringen oder das Bobfahren stehen dabei im krassen Gegensatz zu den eher gemütlichen Disziplinen, wie dem Eisschnelllauf, dem Biathlon oder der nordischen Kombination. Die eher technisch anspruchsvollen Wettbewerbe verlangen von euch sehr genaue Eingaben auf der Tastatur, während euch das Programm kleinere Eingabefehler beim Skispringen oder beim Super-G und Abfahrtslauf verzeiht. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad steigt der Anspruch an euch, weniger Fehler dürfen gemacht werden und die Bestzeiten der Computergegner sinken.

Apropos Computergegner: Dies dürft ihr wörtlich nehmen, denn eure Kontrahenten in der Olympiade könnten namenloser kaum sein. Wenn ihr im Ziel angelangt seid und eine nüchterne Tabelle euch den Zieleinlauf präsentiert, ist dies eine herbe Enttäuschung für euch. Auf dem dritten Platz angelangt, stellt ihr dann zum Beispiel fest, dass ihr nur knapp von "Computer1" und "Computer4" geschlagen wurdet. Aber immerhin wart ihr in der Lage, "Computer7" und den grossen Goldfavoriten "Computer5" auf die Plätze zu verweisen. Klingt das nicht aufregend und trägt den olympischen Geist in sich? Kein Wunder also, dass ihr nicht einmal die Bronzemedaille um den Hals gehängt bekommt. Wer braucht denn auch schon eine feierliche Ehrung, wenn er dafür in einem kleinen Fenster den Wettbewerb abbrechen oder neu starten kann? Als Krönung werden euch die Bestleistungen dann auch noch spröde in Punkte umgerechnet. Irgendwie muss man ja den Gesamtsieger der Olympiade ermitteln. Hallo? Das geht doch als Medaillenspiegel erheblich übersichtlicher und besser, 49 Games!

Torino 2006
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Markus Grunow

Torino-2006


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Markus Grunow am 10 Feb 2006 @ 18:21
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