GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Winter Sports 2011 - Go for Gold: Review

  XBOX 360 

Nicht nur der Weihnachtsmann bringt jedes Jahr um die gleiche Zeit Geschenke, auch hat der Hamburger Entwickler 49 Games alle zwölf Monate etwas Hübsches für Sportliebhaber parat. Die Winter Sports-Reihe geht auch 2010 in eine neue Runde und lockt mit einer digitalen Winterolympiade, die man gefälligst in den heimischen vier Wänden austragen soll. Tatsächlich zeigt Winter Sports 2011, dass sogar Sportmuffel mit dem Titel zufrieden sein werden.


Wie im Jahr zuvor

Schaut man auf die Fakten, hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht allzu viel geändert. Erneut darf ein eigenes Sportlerteam ausgewählt und ein Ursprungsland gewählt werden. Mit dem Trupp talentierter Athleten macht man sich auf, um an verschiedenen Wettkämpfen teilzunehmen und am Ende möglichst auf dem Siegertreppchen zu stehen. Durch Gold-, Silber- oder Bronze- Medaillen werden Erfahrungspunkte gesammelt, die in verbesserte Fähigkeiten allgemein oder individuelle Stärken speziell investiert werden. Jedes einzelne Teammitglied kann aufgewertet werden, sodass man beim Individualisieren wirklich viel Freiraum besitzt. Die hinzugewonnenen Talente wirken sich tatsächlich auf den Spielverlauf und die Erfolge beim Meistern der Disziplinen aus. Dies motiviert durchaus, sich häufiger den Meisterschaften zu widmen. Hinzu gesellen sich über 40 Zusatzherausforderungen abseits der Olympiaden, bei denen teils sogar amüsante Aufgaben gemeistert werden müssen. Ist man gut, winken weitere Erfahrungspunkte. Unbedingt müssen diese Minispiele nicht abgeschlossen werden, zum Pimpen der Sportler empfiehlt es sich allerdings. Der Karrieremodus ist alles in allem ungewöhnlich umfangreich, obwohl man nüchtern betrachtet immer wieder die gleichen Disziplinen überstehen darf, es gibt schliesslich nur neun Sportarten. Durch die Unterteilung in drei Schwierigkeitsstufen, die nach und nach aktiviert werden, wird es jedoch nicht so schnell langweilig, was fraglos als grosse Stärke von Winter Sports 2011 angesehen werden kann.

Wer keine Lust hat, die fiktive Karriere samt fehlenden Originallizenzen zu starten, dem stehen freie Spielarten zum Training zur Verfügung. Reizvoller sind sicher die Mehrspielervarianten. Im geteilten Bildschirm dürfen bis zu vier Leute loslegen. Wer keine Freunde parat hat, entscheidet sich für die Online-Modi. Diese sind eher lustiger Natur: Bei Coin Contest sammelt man Münzen und bei Capture the Flag sollte eine Fahne vor den Konkurrenten eingenommen werden - dieses Mal auf schneeverwehten Pisten und mit dem Anrempeln, statt Töten der Kontrahenten. Beim Speed Contest geht es richtig rasant zur Sache, bei Domination wiederum muss man zusätzlich möglichst viele Kontrollpunkte für sich beanspruchen. Die Auswahl verdeutlicht die Kreativität der Entwickler, da rückt die Tatsache gerne mal in den Hintergrund, dass das eigentlich nicht realistisch ist. Dies ist egal, solange der Spass nicht sprichwörtlich auf der Strecke bleibt. Schade ist höchstens, dass es keine richtigen Wettkämpfe wie bei den echten Olympischen Winterspielen gibt. Man misst sich bei Winter Sports 2011 nur über Bestenlisten.

Was gibt es nun zu tun?

Welche Disziplinen stehen denn eigentlich zur Verfügung? So gesehen sind es die gleichen wie im Jahr zuvor, namentlich Snowboard Cross, Skifliegen, Ski Alpin, Ski Freeride, Shorttrack, Eiskunstlauf, Bob und Biathlon. Neu ist das launige Herumfahren mit dem Schneemobil. Was bei allen Kämpfen besonders positiv ist, das ist die halbwegs detailgetreue Umsetzung. So gilt es nämlich längst nicht mehr, nur stupide Knöpfe zu drücken wie zu alten C64-Zeiten. Vielmehr muss man bei Abfahrtläufen auf die Geschwindigkeit achten, bedacht seinen Sportler lenken oder im richtigen Moment Stunts ausführen, um sich dadurch Zeitvorteile zu verschaffen. Richtig genial ist erneut der Eiskunstlauf, der eher an ein Musik- beziehungsweise Rhythmusspiele erinnert. Doch auch das Bobfahren auf einer Ideallinie, das recht schwierige Skifliegen und der Biathlon mit seinen Schiesspausen bereiten Freude. Dagegen fällt zum Beispiel der Eiskunstlauf etwas ab, hier wirkt die Steuerung gerade in Kurven etwas schwammig.

Winter Sports 2011 - Go for Gold
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Sven Wernicke

Winter-Sports-2011---Go-for-Gold


Winter-Sports-2011---Go-for-Gold


Winter-Sports-2011---Go-for-Gold


Winter-Sports-2011---Go-for-Gold


Sven Wernicke am 22 Nov 2010 @ 16:34
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen