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Dead Rising 4: Review

  Xbox one 

Fröhliches Gemetzel

Während Frank zu Beginn noch im neu eröffneten Kaufhaus nach Hinweisen sucht, geht es recht schnell in das beschauliche Willamette selbst. In Sachen Spielweltgröße haben die Macher nochmal eine Schippe draufgelegt und bieten nun die komplette Stadt zum freien Erkunden an. Das weiß zu gefallen, schließlich gibt es neben den Hauptaufträgen auch noch allerhand andere Dinge zu erledigen. So gilt es abermals auch Überlebende vor den Untoten zu retten. Als Dank stehen sie dann oft in freigekämpften Sicherheitszonen bereit und verkaufen einem interessante Dinge. Mit etwas Glück erhält man aber auch sofort wertvolle Gegenstände oder Waffen. Zudem bekommt man oft die Gelegenheit, gegen merkwürdige Einsiedler und wahnsinnig gewordene Grüppchen anzutreten, die sich in Sachen Verrücktheit gegenseitig übertrumpfen. Zusammen mit den Hauptmissionen hat man also wirklich jede Menge zu tun. Dennoch hätte man die Gestaltung der Stadt etwas interessanter gestalten können. Zwar gibt es unterschiedlichste Orte wie Bars, Baustellen und Wohnhäuser, doch das winterliche Willamette wirkt insgesamt eher trist.

Viele Gegenden erscheinen einfach überaus generisch und häufig wirkt es so, als hätte man mit allen Mitteln einfach nur eine große Spielwelt erschaffen wollen. Das wiegt auch insofern schwer, als dass die Fortbewegungsmittel, die einem zur Verfügung stehen, kaum zu benutzen sind. Das liegt vor allem an der eigentümlichen Steuerung der Gefährte. Ohnehin kann die Bedienung nur selten überzeugen, denn es kommt immer wieder zu Situationen, in denen man sich über die hakelige Steuerung aufregt. Mit der Technik scheint Capcoms neuester Streich derweil so einige Probleme zu haben. Während des Tests kam es vermehrt zu Abstürzen und auch sonst sieht man während des Spielens immer wieder Zombies, die in Wänden hängen, oder menschliche Feinde, die stur vor einem Gegenstand umherlaufen. Bei größeren Gegnermassen kommt die Xbox One zudem oftmals an ihre Grenzen.

Dead Rising 4 Bild
Nichtsdestoweniger macht das zugrundeliegende Spielprinzip wie gehabt sehr viel Spaß. Im Rahmen von zahlreichen Zombie- und Bosskämpfen befördert man seinen Charakter auf höhere Rangstufen und darf daraufhin in unterschiedlichen Fähigkeitenbäumen neue Kräfte erlangen. Mal gibt es mehr Slots für die Ausrüstung, mal handelt es sich um passive Fähigkeiten, die verbesserte Widerstände gegen bestimmte Angriffe bieten. Das Metzeln der Zombies ist amüsant wie eh und je. Es gibt gewohntermaßen zahllose Waffen, mit denen man sich gegen die Feinde zur Wehr setzen kann. Besonders effektiv sind selbst zusammengebastelte Waffen. Dazu findet man in der Spielwelt entsprechende Baupläne. Wenn man die hat, können bestimmte Objekte kombiniert und zu oftmals sehr lustigen Angriffswerkzeugen verarbeitet werden.

Soweit scheint das Gameplay bekannt zu sein und in der Tat verändert Dead Rising 4 nur im Detail einzelne Elemente. Das ist ein wenig schade, denn schnell kommt der Gedanke auf, dass man viele Dinge einfach schon irgendwie kennt. Selbst wenn das Schnetzeln der Zombies kaum müde macht, hätte man sich ein paar mehr Neuerungen gewünscht. Einzig die investigativen Abschnitte erscheinen neu. Dabei muss man mit der Kamera Hinweise suchen und oftmals auch mal mit Nacht- oder Spektralsicht zur Tat schreiten. Eine nette Idee, die aber teilweise zu simpel umgesetzt wurde und dem Spieler keinerlei Können abverlangt. Ein netter Zeitvertreib wird derweil aber auch noch mit dem Mehrspielerpart geboten. Ganz abseits der Kampagne kann man mit drei weiteren Kumpanen zum munteren Blutvergießen aufbrechen. Eine nette Möglichkeit, um ein weiteres Mal nach Willamette zurückzukehren, doch die Langzeitmotivation erscheint zum jetzigen Zeitpunkt eher fraglich.

Dead Rising 4
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Daniel Dyba am 19 Dez 2016 @ 21:27
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