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Still Life: Review

  XBOX 


Wo bleibt die Logik?

Ganz klassisch präsentieren sich, im Gegensatz zur Steuerung, die Rätsel in Still Life. Alternative Lösungsmöglichkeiten, die den streng linearen Spielverlauf etwas auflockern würden, gibt es genretypisch nicht. Meist gilt es irgendwo einen Gegenstand oder einen Hinweis zu finden, bestimmte Objekte miteinander zu kombinieren und dann am richtigen Ort einzusetzen sowie immer wieder mit verschiedensten Personen zu sprechen. Ziemlich unkonventionell ist einzig die Art der Gesprächsführung, für die sich die Entwickler etwas ziemlich Innovatives haben einfallen lassen. So werden in Still Life sämtliche Dialoge nur noch mit den beiden Schultertasten geführt. Drückt ihr bei einem Dialog die linke Schultertaste, redet Victoria nicht lange um den heissen Brei herum, während sie bei einem Druck auf die rechte Schultertaste ein etwas persönlicheres Gespräch beginnt. Was genau Victoria sagt, wird euch dabei allerdings nicht angezeigt. Das klingt zwar ganz lustig, funktioniert in Tat und Wahrheit aber überhaupt nicht, da ihr so im vornherein nie wisst, was die Schöne nun als nächstes von sich gibt und ihr eigentlich nie eine falsche Antwort geben könnt, wodurch die ganze Sache nicht nur langweilig, sondern auch ziemlich anspruchslos wird. Umso herausfordernder wurden dafür die vielen Rätsel gestaltet, an denen selbst Profis ordentlich zu knabbern haben werden. Dabei braucht man bei gewissen Knacknüssen auch schon mal ziemlich viel Fantasie, weil deren Lösung entweder alles andere als logisch ist oder sich selbst mit gesundem Menschenverstand nur sehr schwer erschliessen lässt. Da hilft es meist nur, nach dem altbekannten Trial & Error-Prinzip, sämtliche Möglichkeiten auszuprobieren und alle Locations noch einmal gründlich abzusuchen, um schlussendlich doch noch den entscheidenden Hinweis zu finden. Oder man wirft einen Blick in die gesammelten Notizen und Dokumente, die vom Pausenmenü aus jederzeit aufgerufen werden können.

Ganz schön brutal!

Grafisch ist Still Life ein echter Leckerbissen, der vor allem dank seiner malerischen, äusserst lebendigen Landschaften zu den best aussehenden Adventures gehört, die es derzeit auf dem Markt gibt. Etwas auszusetzen gibt es einzig bei den Animationen der Figuren, die extrem träge wirken und stellenweise sogar schon fast ein bisschen dämlich aussehen. Zu gefallen wissen dafür die fast schon kinoreifen Zwischensequenzen, bei denen sich zart besaitete Gemüter allerdings trotzdem besser die Augen zuhalten sollten, da gewisse Szenen doch extrem brutal ausgefallen sind.

Abgerundet wird das Ganze mit einer passenden Hintergrundmusik, die stets für eine äusserst spannende Atmosphäre und nervenzerreissende Stimmung sorgt. Auch wenn die Synchronisation nicht ganz an jene von dtps Adventuren herankommt, muss man doch sagen, dass auch die Sprecher in Still Life ganze Arbeit geleistet haben und sehr gut zu ihren jeweiligen Charakteren passen.

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Tim Richter am 29 Mai 2005 @ 20:55
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