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Madagascar: Review

  XBOX 


Der Zoovenir und die Mini-Spiele

Beim Spazieren durch den Zoo trifft Marty auf die Pinguine. Diese sind gerade dabei, das Fischen zu lernen und bevor ihr euch verseht, seid ihr ein Pinguin und schwingt die Angelroute. Sogleich gilt es, im Becken Fische einer vorgegebenen Farbe zu angeln, dem Publikum Hüte vom Kopf zu zerren oder Brillen vom Gesicht zu klauen. Abwechslungen dieser Art werdet ihr in Madagascar oft erleben, denn die Entwickler haben sich richtig Mühe gegeben, dass der Titel nicht zu einer monotonen Hüpf- und Schlag-Partie verkommt. Auf dem Weg zur Tropeninsel Madagascar schlüpft ihr ein zweites Mal in die Rolle eines Pinguins. Auch für diesen Abschnitt haben sich die Entwickler etwas einfallen lassen und ihr klettert an bestimmten Stellen in einen Kran, um euch mit dessen Haken von störenden Besatzungsmitgliedern, die den Weg versperren, zu entledigen. Auch in den Rollen der vier Hauptfiguren werdet ihr oft auf kleine "Spielchen" im Spiel selber treffen. Diese greifen meist die Thematik aus alten Klassikern auf. Zum Beispiel gelangt ihr als Gloria in den Strassen Manhattans an Kreuzungen, die es zu überqueren gilt. Dabei fährt die Kamera weiter nach hinten, so dass ihr nun aus einer isometrischen Sicht alles im Blickfeld habt. Jetzt gilt es, wie beim Klassiker Frogger, sich durch die mehrspurige Kreuzung zur gegenüberliegenden Straße zu schlängeln. Sehr nett: An einer Bahnhaltestelle kommt ihr an einen verwaisten Spielautomaten. Dieser dient aber nicht nur der Dekoration, denn wer will, darf diesen auch nutzen. Im Handumdrehen steuert ihr einen alten Doppeldecker und ballert andere Flieger ab, um einen Ballon zu beschützen. In den verschiedenen Spielabschnitten warten reichlich Münzen darauf, von euch aufgesammelt zu werden. Mit den Münzen könnt ihr euch dann im Zoovenir witzige Accessoires wie Hüte oder Schuhe für eure Figuren kaufen. Zusätzlich könnt ihr euch Mini-Spiele freikaufen. Darunter sind verschiedene Variationen von Minigolf-, Rave- und Shuffleboard-Spielen.

Technik, die wenig begeistert

Neben den kleinen Mini-Spielen und Anleihen an alte Klassiker spielt sich Madagascar wie ein herkömmliches Action-Adventure. Ihr springt von einer Plattform zu nächsten, sammelt hier und da Münzen ein und helft euren neu gewonnenen Freunden, den Lemuren, ihre Partys in Ruhe zu feiern. Weniger beeindruckend präsentiert sich Madagascar von seiner technischen Seite. Zwar sind alle Abschnitte sehr unterschiedlich und damit abwechslungsreich, leider aber sehr detailarm. Grobe Texturen zieren die Umgebung und lassen sie dadurch etwas trist wirken. Selbst im Dschungel kommt kein richtiges Feeling auf. Hier und da fallen ein paar Pflanzen ins Auge, aber es fehlt an Bewegung, denn normalerweise ist ein wilder Dschungel dicht bepflanzt und voller Leben. Dafür hat man sich bei den Hauptakteuren Mühe gegeben. Diese sind gut animiert und sehen ihren computeranimierten Vorbildern im Kino sehr ähnlich. Positiv und doch negativ zugleich sind die Stimmen der vier Ausreisser. Negativ, weil es nicht die originalen Synchronstimmen aus dem Film sind, und positiv, weil auch ohne Original-Vertonung reichlich witzige Sprüche über die virtuellen Lippen huschen und mir ein Grinsen ins Gesicht zaubern.

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Carlos Mancebo am 21 Jul 2005 @ 13:46
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