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Alan Wake: Review

  XBOX 360 

Neben Lynchs Fernsehserie Twin Peaks gilt hauptsächlich Lost als ähnlich wilde Achterbahnfahrt mit der Psychologie des Menschen. Hat man den Gipfel nach dem gemütlichen Aufstieg erklommen, im Glauben, die Handlung verstanden und alle Rätsel gelöst zu haben, wirft die nächste rasante Tal- und Kurvenfahrt erneut alle Erkenntnisse aus den Sitzen. Mit einem ähnlich verwirrenden und rätselhaften Handlungsstrang konfrontiert Alan Wake. Als Schriftsteller mit Schreibblockade sucht Wake zusammen mit seiner Frau Alice Erholung in ländlicher Idylle. Das verschlafene Städtchen Bright Falls, inmitten eines Gebirgstals gelegen und mit Tannen bespickt wie der fürstlichste aller Partykäseigel. Mit einer verblüffenden Ähnlichkeit zu den Schauplätzen von Twin Peaks. Macht nichts, denn das Setting passt perfekt. Selbst die unaufdringliche Hintergrundmusik erinnert stellenweise an Lynchs TV-Serie. Abgepaust wurde hier aber nichts, sondern unterm Strich schön untermalt. Und Landschaften wurden atemberaubend schön gemalt.

Spiel mit der Psyche

Schon kurz nach der Ankunft in Bright Falls verschwindet Wakes Frau plötzlich spurlos. Eine Odyssee durch die menschliche Psyche beginnt. Wake wird von Albträumen geplagt, findet Manuskriptseiten eines Buchs, das offenbar aus seiner Feder stammt. Und trotzdem kann er sich nicht erinnern, jemals diese Zeilen verfasst zu haben. Wirre Bilder entstehen in seinem Kopf. Sind es Vorahnungen, die ihm den Weg weisen? Sind es Erlebnisse, die er bisher nicht verarbeitet hatte und er deshalb zum Irren geworden ist? Um dem Rätsel halbwegs auf die Spur zu kommen, bedarf es schon stundenlangen Spielens. Und selbst dann verwirren immer wieder neue Ereignisse, werden weitere Personen aus Bright Falls ins Spiel gebracht. Ohne je konkrete Hinweise auf des Rätsels Lösung zu geben. Während des Spielens ist lediglich zu erahnen, was in dem verschlafenen Nest voller mysteriöser Gestalten vor sich geht. Das Katz-und-Maus-Spiel mit plausiblen Zusammenhängen verkommt zu einer Reminiszenz an besagte TV-Serien. Die liessen ihre Zuschauer schliesslich auch permanent im Dunkeln tappen. Vielleicht ist es gerade das phantasievolle Fremde, das immer wieder an den Bildschirm fesselt. Auf gleiche Art und Weise macht sich Alan Wake interessant und zieht konsequent in seinen Bann, an die Konsole.

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Thomas Richter am 12 Mai 2010 @ 16:29
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