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Mass Effect 2: Review

  XBOX 360 

Die einzelnen Schiffsabteilungen wie der Frachtraum, die Kommandozentrale und die Kabine des Commanders sind leider nicht mit einem Treppensystem miteinander verbunden, weshalb ihr dazu gezwungen seid, den Lift zu nehmen, was wiederum mit störenden Ladezeiten verbunden ist. Dafür wird euch vor der Benutzung des Liftes angezeigt, welche Charaktere sich wo befinden.

Spielerisch eine Offenbarung?

BioWare hat nicht nur kräftig an der Präsentation gefeilt, sondern auch das Gameplay merkbar überarbeitet. Wie dies Kollege Boll schon im Review der PC-Version angesprochen hat, haben die Rollenspielelemente zugunsten eines eher shooterlastigen Gameplays mächtig Federn lassen müssen, was Fans von anspruchsvolleren Rollenspielwerken wie dem hauseigenen Dragon Age: Origins ziemlich sauer aufstossen dürfte. Insgesamt könnt ihr gerade mal noch vier Fertigkeiten pro Figur weiterentwickeln, wobei euch im Verlauf des Spiels die Möglichkeit geboten wird, eure zu Beginn gewählte Charakterklasse zu verändern und euch somit komplett neu auszurichten. Im Grunde hat dies aber nur Auswirkungen auf eure eigene Spielfigur, da ihr durch das Teamsystem sowieso direkten Zugriff auf sämtliche Klassenfertigkeiten erhalten könnt.

Nun wäre zu erwarten, dass wenigstens das shooterlastige Gameplay überzeugen und mit den besten Vertretern des Genres mithalten kann. Und auch wenn das Gameplay mit der Möglichkeit aufwartet, per Tastendruck hinter beinahe jedem Objekt Deckung zu beziehen, wird ein flüssiger Ablauf, wie man ihn beispielsweise aus der Gears of War-Reihe kennt, nicht ganz erreicht. Auch das taktische Element macht sich erst bei ausgebildeten Fähigkeiten eurer Teammitglieder nach den ersten Spielstunden bemerkbar, macht dann dafür aber auch Spass. Mit der Fähigkeit Ziehen zum Beispiel lassen eure Teamkollegen Gegner durch die Luft fliegen, so dass ihr sie dann als Soldat mit einem gepflegten Adrenalinstoss und in bester Zeitlupenmanier auseinandernehmen könnt. Als sehr effektiv und effektreich erweisen sich auch andere Fertigkeiten wie Schmettern und Schockwelle, die wohl nicht mehr näher erklärt werden müssen.

Die künstliche Intelligenz eurer Teamkameraden ist zwar nicht überragend, doch suchen sie in der Hitze des Gefechts oftmals eigenständig Deckung, verlassen diese aber nicht selten in ungünstigen Augenblicken, womit eine Wiederbelebung notwendig wird. Dies könnt ihr recht zuverlässig umgehen, indem ihr ihnen mittels Steuerkreuz manuell eine Deckung zuweist. Damit die Gefechte nicht nach dem monotonen Schema "Fertigkeit einsetzen und dann mit Blei vollpumpen" ablaufen, lässt sich nicht jeder Gegner mit jeder Fähigkeit gleichermassen verletzen. So reagieren einige Exemplare empfindlich auf Brandmunition, andere sprechen eher auf panzerbrechende Munition an oder müssen mit schildbrechender Biotik bearbeitet werden.

Doch auch wenn der Shooterpart, der durch fehlende Physikspielereien zuweilen etwas unspektakulär daherkommt, nicht restlos überzeugen kann und die taktische Komponente erst nach einiger Zeit an Fahrt aufnimmt, so kann das Konzept im Endeffekt doch überzeugen und fügt sich fast nahtlos in das Spielgeschehen ein.

Mass Effect 2
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Andy Wyss am 18 Feb 2010 @ 23:22
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