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Red Dead Redemption: Review

  XBOX 360 

Die Missionen sind gespickt mit einfallsreichen Ideen und hervorragenden Darstellern. Lustige und auch ernste Gespräche sind an der Tagesordnung und lassen die Protagonisten rund um John Marston glaubwürdig erscheinen. Einige Mitmenschen wachsen einem richtig ans Herz und werden bestimmt nicht allzu schnell wieder vergessen. Hier waren Profis am Werk. Schade ist hingegen, dass zu viele Aufträge nach dem gleichen Schema ablaufen. Reite nach A, um dort etwas zu erkunden, und danach nach B, um dort jemanden zu töten. Anscheinend haben die Entwickler zu viel Zeit in die Welt selbst gesteckt, anstatt sich dem Spielkern an sich zu widmen. Immerhin wurden endlich Speicherpunkte während der Aufträge eingeführt. Solltet ihr im Verlauf einer längeren Aufgabe ableben, werdet ihr umgehend an den letzten Speicherpunkt zurückgesetzt. Diese sind meist fair gesetzt und reduzieren somit den Frust bei längeren oder schwierigeren Auseinandersetzungen. Apropos nervige Angelegenheiten: Da Red Dead Redemption in einer Zeit vor Facebook, Handys und kollektiver Totalverblödung stattfindet, gibt es erfreulicherweise keine Anrufe mehr von Cousin Roman oder Kumpel Brucie. Ihr müsst und könnt euch nicht mehr um eure Freunde kümmern, genauso wie es sich für einen knallharten Cowboy gehört.

Red Dead Redemption stellt eine klare Erweiterung des Open-World-Genres dar. Ein grösseres Freiheitsgefühl bekommt ihr zur Zeit nirgends. Ohne das Haar in der Suppe suchen zu wollen, hat dessen ungeachtet auch New Austin mit seinen Problemen zu kämpfen. Immer wieder werdet ihr auf Fehler stossen. Einige sind nebensächlich und lassen sich mit einem Schmunzeln ignorieren, andere allerdings nicht. Zum Beispiel KI-Aussetzer, Pferde, welche in der Landschaft hängenbleiben, oder fliegende Tiere, die nicht in den Himmel gehören. Klar ist es nicht einfach, ein Spiel dieser Grösse fehlerfrei hinzukriegen. Aber Bugs, welche euch zwingen, eine Mission zu wiederholen, kosten unnötig Nerven.

Ein weiterer Kritikpunk, der erst im Verlauf der Geschichte auffällt, ist die fehlende Entwicklung des Hauptdarstellers. So fesselnd die Story auch sein mag, John Marston bleibt stets der Gleiche. Anfangs stört dies überhaupt nicht, doch gegen Ende hin hätten wir uns mehr gewünscht. Der Held kann auf spielerischer Ebene, abgesehen von diversen Outfits, nicht verändert werden, und auch sein Charakter macht keine wirkliche Wandlung durch. Schade, denn dies hätte dem gesamten Spiel mehr Glaubwürdigkeit und noch mehr Charme verliehen.

Red Dead Redemption
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Ivan Markovic am 28 Mai 2010 @ 06:12
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