GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Fable 2: angespielt in England Reportage

  XBOX 360 

Guilford, England. Das Städtchen in der verkehrsnahen südlichen Ecke von London hat einiges zu bieten. Als Hauptstadt der Grafschaft Surrey gibt es verwinkelte Gassen, romantische Pubs und ein mittelalterliches Flair. Von diesem liessen sich wohl die Mannen von Lionhead Studios inspirieren, denn bei unserem Besuch sah Fable 2 ebenfalls mittelalterlich-mystisch aus. Und gut. Was wir zum Spiel meinen, lest ihr in unserem Special.

Donnerstags um elf Uhr letzte Woche begann die Veranstaltung. Eine Hand voll geladene Journalisten haben sich in einem grosszügig angelegten Raum versammelt. Peter Molyneux betritt langsam den Raum, eine Tasse heissen Kaffee in der Rechten haltend. "Guten Morgen" die freundliche Begrüssung. Ob uns Fable Teil eins gefallen habe und ob wir auf den neuen Teil gespannt seien, wollte er wissen. Und wie so oft beginnt er mit einem Rundumschlag von Entschuldigungen: "Der Vorgänger war nicht das, was ich wollte. Ich wollte viel mehr mit dem Spiel erreichen, viel mehr einbauen. Dies soll nun mit dem zweiten Teil geschehen". Nur: Man solle von der Präsentation nicht enttäuscht sein, denn das Spiel habe noch etwa eine Million fünfhunderttausend Bugs, eine schlechte Framerate und der im Spiel wichtige Hund - später mehr zu ihm - sei noch komplett pink. Es sei eben noch total unfertig. Molyneux, ein Meister im Beeinflussen von Medien und ein echter PR-Profi, versuchte den hohen Erwartungsdruck von seinem Spiel zu nehmen, um dann die Anwesenden doch von der Qualität des Titels zu überzeugen.

Fable 2 Bild
Peter Molyneux bei seiner Live-Präsentation

Das Spiel beginnt

Nach einem hübschen und vorgerenderten Intro mit einem Vogel als Protagonisten, beginnt das eigentliche Spiel just in dem Moment, als der Vogel seinen Mist auf dem Kopf des Hauptdarstellers entlädt. Dieser ist zusammen mit seiner älteren Schwester hinter ihrem Haus und beide blicken in die Richtung der Dorfburg. Während dieser Smalltalk-Runde gibt die Schwester zu verstehen, dass ihr grosser Traum der Besitz von eben dieser Burg wäre. Nach dem kurzen Schwatz kann der Spieler den Hauptdarsteller zum ersten Mal steuern. Ein halb durchsichtiger, glänzender Schweif am Boden sticht sofort ins Auge. Dessen Aufgabe ist es dem Protagonisten seinen Weg zum jeweils nächsten Missionsziel zu zeigen. Dies heisst nicht, dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein soll, nein - das Spiel spielt wiederum in Albion fünfhundert Jahre nach Teil eins und soll flächenmässig etwa 20 Mal grösser sein als sein Vorgänger und zudem endlich frei begehbar sein. Trotz der sich uns bietenden Bewegungsfreiheit folgen wir dem sich immer wieder neu dem Standort anpassenden Schweif und werden zu einer Ansammlung von Menschen mitten im Dorf geführt. In einer Schaubude preist ein fliegender Händler seine magische Musikbox an, welche er für zehn Goldstücke verkauft. Der Held ist noch ein Kind und somit zu klein, um etwas vom Treiben zu sehen, und obwohl die Kamera hinter ihm positioniert ist, sieht der Spieler auch nichts. Aus diesem Grund haben die Entwickler die LT-Funktion eingebaut. Wenn irgendetwas Interessantes oder Wichtiges in der Umgebung stattfindet beziehungsweise zu sehen ist, leuchtet das Symbol auf. Ein Tastendruck, und das Geschehen ist im Blickfeld.

Fable 2 Bild
Die Musikbox hat es dem Helden und seiner Schwester angetan, soll sie doch Wünsche erfüllen. So hoffen sie, damit in den Besitz der Burg zu kommen, vor allem weil eine aus dem Nichts auftauchende und verhüllte Dame ihnen zuflüstert, dass Magie oft stärker sei als man glaubt. Darauf folgen kleinere Missionen in der Stadt. So muss zum Beispiel für ein mittelalterliches Foto Modell gestanden werden. Da und in weiteren Missionen erhalten die zwei Kinder genug Goldstücke, um die Box zu kaufen. Der Wunsch ist ausgesprochen und nichts passiert - jedoch verfolgen sie in der Nacht Träume. Laut diesen müssen sie unbedingt und schnellstmöglich in die Burg gehen. Kaum sind sie aufgewacht, machen sich die beiden auf den Weg. Der Burgherr will mit ihnen einen Zauber proben, der aber misslingt. Ein Schuss löst sich aus einer Pistole und der Held fliegt durch das Fenster hinunter auf die dreckige Strasse unterhalb der Burg. Wie durch ein Wunder überlebt er den Aufprall und lernt seinen neuen Kumpanen, den Hund kennen.

Fable 2
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?



Daniel Amstutz


 
Daniel Amstutz am 14 Mai 2008 @ 16:15
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen