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Game of the Year: Xbox360 Special 2008

  XBOX 360 

Eine neues Jahr, ein neuer Jahresrückblick, eine neue Wahl der besten Xbox360-Spiele des Jahres durch die GBase-Redaktion. Welche Spiele haben uns dieses Jahr beeindruckt? Welche empfehlen wir rückblickend jedem Fan von guter Unterhaltungssoftware besonders? Warum haben sie uns überhaupt gefallen? Eine Übersicht mit den wichtigsten Infos findet ihr in unserem Special.



Xbox360-Top 10



 

Grand Theft Auto 4

 

GBase-Score


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10.0



Fazit von Markus Grunow

Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Stets habe ich behauptet, eine 10.0 würde es von mir niemals geben. Totale Zufriedenheit sieht anders aus. 9.5, das war die höchste Note, die ich jemals vergeben habe. Und das ist fast ein ganzes Jahrzehnt her! Nun ist es also so weit, der erste Zehner. Fühlt sich etwas komisch an, ständig frage ich mich: Hast du etwas übersehen? Stören dich die Animationen nicht doch zu sehr? Solltest du dies nicht doch ein wenig kritischer betrachten oder hier genauer auf die technischen Details achten? Vielleicht gehst du das Spiel noch mal ganz neu an und zwingst dich dazu, ganz anders zu spielen als beim ersten Durchgang? Irgendetwas muss dich doch stören, was den Abzug von 0.5 Punkten rechtfertigen würde.

Klar, man kann auch in Grand Theft Auto IV Dinge finden, die einem leicht störend ins Auge fallen. Aber das ist auch bei einer Traumfrau, einem Traumwagen oder einem Fünf-Sterne-Menü der Fall. Irgendetwas findet man doch immer und als Europäer sowieso. Aber statt länger auf die winzigen Kritikpunkte einzugehen, hebe ich lieber das Positive hervor. Kaum ein anderes Spiel hat mich derart vor den Fernseher gefesselt wie dieses.

Die mannigfaltigen Möglichkeiten der virtuellen Freizeitgestaltung, die tollen Dialoge, imposanten Zwischensequenzen, interessanten Charaktere, die wunderbare Stadt mit all ihren Details samt des typisch zynischen GTA-Humors und der gigantische Umfang haben mich in einem Strom der Begeisterung mitgerissen. Manchmal sind es auch nur ganz kleine Details gewesen, die mich schwer beeindruckt haben: Da warf eine Frau vor mir eine Cola-Dose aus dem Auto und kurz darauf ein älterer Herr eine brennende Kippe. Das sind Kleinigkeiten, die aber massgeblich zu einer glaubwürdigen Welt beitragen.

Im Auto mit brachialer Geschwindigkeit vom aktuellen Einsatz zum Versteck zurückzufahren, dabei ein wenig kernigen Metal von Black Sabbath zu hören, während man versucht, der Polizei dabei zu entkommen. Das sind die tollen Momente, die Grand Theft Auto schon immer auszeichneten. Doch nie waren sie so gelungen wie in diesem Teil. Liberty City ist vom Design her die beste Stadt, in der ich mich je virtuell aufgehalten habe. Und ich werde mich noch oft dorthin begeben, denn ich fühle mich pudelwohl in der Rolle von Niko. Gut, dass der Sommer noch nicht da ist, das wäre der einzige grosse Kritikpunkt, den ich hätte. Denn dann würde ich die Sonne wohl gar nicht mehr sehen, weil ich den ganzen Tag spielen würde.

Meckern kann man allenfalls über die Kameraperspektive und die Steuerung, denn beide Faktoren hätte man noch besser umsetzen können, wie der Klon Saints Row bereits bewiesen hat. Doch ehrlich gesagt habe ich nach ein paar Stunden gar nicht mehr daran gedacht, dies als Kritikpunkt im Test aufzuführen. Erst ein Blick auf meinen Notizzettel hat mich daran erinnert, dass ich mich anfänglich darüber noch geärgert hatte.

Publisher:

Take 2
 

Entwickler:

Rockstar North
 

Genre:

Action-Adventure
 
  

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Gears of War 2

 

GBase-Score


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9.0



Fazit von Wille Zante

In jeder Hinsicht besser als der erste Teil, das lässt sich ohne Zweifel behaupten. Ich persönlich hatte jedenfalls schon lange keinen so gigantischen Spass mehr mit einem Spiel wie mit diesem. Ständig wird das Geschehen durch irgendetwas aufgelockert, sei es nun eine Fahrsequenz mit fixer Schussposition, ein frei steuerbarer Panzer oder ein Fluggerät. Oder eben eine völlig neue Umgebung, spezielle Wetterbedingungen, die sich endlich auch mal aufs Spielgeschehen selber auswirken. Oder wieder eine geile Kampfsituation mit Deckung und vielen Gegnern. Oder die ganzen Achievements, welche die Entwickler ins Spiel verbaut haben. Ich staunte nicht schlecht, als ich da doch glatt las, dass man für einen der Erfolge 100.000 Gegner abmurksen muss. Ohne Horde- Modus wird das kaum gehen, denn allein im Einzelspielermodus konnte ich nur knapp 800 Leute das Zeitliche segnen lassen. Unterm Strich ein genialer Action- Splatter- Blockbuster, bei dem vor lauter Blut sicher kein Auge trockenbleiben wird. Kaufpflicht für alle, die beinharte Action wollen!

Publisher:

Microsoft
 

Entwickler:

Epic Games
 

Genre:

Shooter
 
  

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Call of Duty - World at War

 

GBase-Score


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8.5



Fazit von Wille Zante

Ich kann mich meinen Vorrednern Daniel und Can nur anschliessen: World at War bietet nichts Neues, das aber in einer nahezu einwandfreien Präsentation. Dabei wird so viel Abwechslung geboten, wie in dem überstrapazierten Szenario eben möglich ist, während die Präsentation sich auf gewohnt hohem Niveau bewegt. Was ist dieses Jahr eigentlich mit Flammenwerfern los? Dead Space, Gears of War 2 und Far Cry 2, um nur einige zu nennen, alle bieten sie plötzlich Flammen und dementsprechende Feuereffekte. Klar sieht auch das Wasser phänomenal aus.

Nicht verknusen kann ich hingegen die Zensuren: Dass Hakenkreuze fehlen und die Gewaltdarstellung etwas gestutzt wurde, kein Thema! Aber wenn dann ganze Spielszenen fehlen und der zuvor so hoch gepriesene Zombie-Modus komplett weg ist, hört der Spass irgendwo auf. Glücklicherweise sind aber auch so noch genug packende Levels vorhanden und gerade der Mehrspielermodus konnte mich wiedergenau so begeistern wie bei Modern Warfare. Die Hunde sind hier sogar noch nervtötender geworden als der Helikopter. Respekt!

Publisher:

Activision Blizzard
 

Entwickler:

Treyarch
 

Genre:

Ego-Shooter
 
  

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Dead Space

 

GBase-Score


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9.0



Fazit von Markus Grunow

Dead Space hat mich prächtig unterhalten. Eine stilistisch brillante Variation des Science-Fiction-Horrors, die vor allem durch ihre perfekte Spannungsdramaturgie und durch die aussergewöhnlich ekligen ausserirdischen Albtraumwesen überzeugt. Gut, ich hatte mich bereits seit der Ankündigung gefreut wie ein kleiner Junge, der erstmals eine Horror-Videokassette in den Rekorder schiebt. Videokassetten, die kompakten schwarzen Dinger, ihr erinnert euch vielleicht, liebe Leser? Die Effekte, mit denen Dead Space mich das Fürchten gelehrt hat, sind in der Tat zuweilen unerhört. Die Entwickler, die inzwischen offenbar in Schlachtereien ein längeres Praktikum absolvieren müssen vor der Entwicklung eines solchen Spiels, leisten schier Unglaubliches, sowohl in visueller als auch in akustischer Hinsicht, und kombinieren beide Faktoren zu einem herrlich schaurigen Überlebenskampf an Bord des gruseligen Raumschiffs. Doch irgendwie rächt sich das Sichtbarmachen des Unvorstellbaren nach ein paar Stunden.

So sehr man das blutrünstige Schauspiel der abgetrennten Gliedmassen und herausplatzenden Gedärme bewundert, richtig zusammengezuckt bin ich im späteren Verlauf des Spiels nur noch selten. Manchmal war der Schrecken auf dem Bildschirm sogar schon über meine bescheidene Vorstellungsmöglichkeit gewachsen, da habe ich mich erst ein wenig gegruselt, wenn ich die Gefahr längst beseitigt hatte. Die für mich grossartigsten Momente bietet mir das Spiel jedoch in den Szenen, in denen ich mich grässlich alleine fühle, ständig mit der berühmten Angst im Nacken, dass jeden Moment etwas furchtbar Groteskes vor oder hinter mir auftaucht und mir nach dem virtuellen Leben trachtet. Diese Atmosphäre schafft Dead Space immer wieder in ausgezeichneter Art und Weise. Nicht zuletzt deshalb gibt es von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für erwachsene Spieler, die mit dem Genre etwas anfangen können.

Publisher:

Electronic Arts
 

Entwickler:

Electronic Arts
 

Genre:

Ego-Shooter
 
  

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Mirrors Edge

 

GBase-Score


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8.5



Fazit von Wille Zante

Vorweg: Mirror's Edge ist nicht für jeden geeignet. Es ist auf keinen Fall eines der Spiele, das man nach dem integrierten Tutorial sofort kapiert und im Griff hat. Ich selber habe mich, bis ich alle Kniffe raus hatte, ziemlich dämlich gefühlt, wenn ich den Absprung verpasste und an die Wand oder auf den Boden klatschte. Oder wenn ich die Treppe hochrannte, statt über ein paar Kisten zu springen, welche mich ein Stockwerk höher gebracht hätten. Die ersten Spielstunden lang hatte ich das Gefühl, alles falsch zu machen, auch wenn ich immer mal wieder ein bisschen weiter kam. Aber dann machte es irgendwann in meinem Kopf Klick und alles ging wunderbar flüssig von der Hand. Meistens zumindest.

Ein paar Frustmomente kamen immer wieder, aber viel weniger als am Anfang. Nach fünf bis acht Stunden mag man das Spiel durch haben, aber das kann man getrost als Übung bezeichnen für den zweiten Durchlauf, bei welchem dann alles perfekt sitzt. Kein Spiel für jedermann; aber für die Leute, die sich vorstellen können, stundenlang an einer Route zu feilen und diese dann umzusetzen, dürfte Mirror's Edge das Nonplusultra sein, von der etwas schwachen und im Vergleich zum Spiel selbst arg verblassenden Story mal abgesehen.

Publisher:

Electronic Arts
 

Entwickler:

Dice
 

Genre:

Ego-Shooter
 
  

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Daniel Amstutz

 
Daniel Amstutz am 11 Jan 2009 @ 23:32
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