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Lionhead Studios: Interview

  XBOX 360 

Wir bekamen die seltene Gelegenheit, mit Peter Molyneux (Fable, Black and White, Dungeon Keeper) zu sprechen. Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte der legendäre Entwickler sein neuestes Projekt Fable III vorgestellt, in dem neue Spielmechaniken zum Einsatz kommen und Revolutionen den Alltag der Spielfigur bestimmen sollen. Wir befragten den Briten nicht nur zu seinem neuen Streich, sondern plauderten auch ganz unverbindlich über die Wichtigkeit einer guten Story, künstliche Intelligenz oder über seine Mitarbeit an einem wissenschaftlichen Projekt in London. Auch über seine Wunschprojekte konnte sich der grosse Mann der Videospielwelt nach Herzenslust auslassen.

Mr. Molyneux, auf der diesjährigen E3 wurden die Fähigkeiten von Project Natal mit einer beeindruckenden Präsentation ihres Spiel Milo and Kate gezeigt, das lange Zeit unter dem Namen Dimitri lief. Nun wird hier auf der Messe in Köln Fable III von Ihnen angekündigt. Wie passt das alles zusammen?


P.M.: Das Entwicklerstudio Lionhead ist gross genug, um an mehreren Titeln gleichzeitig zu arbeiten. Es gab viele Prototypen, was bei der Entwicklung von Videospielen und dem Herumexperimentieren sehr wichtig ist. Milo and Kate war in einem sehr frühen Stadium, aus dem Grösseres wachsen konnte, wie wir im Juni auf der E3 in Los Angeles gezeigt haben. Fable III ist davon aber strikt getrennt. Es ist ein Adventure, dessen Serie eine Menge Fans hat. Wegen dieser Fanbasis haben wir uns zu einem dritten Teil entschlossen.


Gab es schon eine Grundidee zu Fable III, als an Kate and Milo gearbeitet wurde?

P.M.: Nicht direkt. Wir waren definitiv noch nicht so weit, etwas in dieser Richtung anzukündigen, als wir die Natal-Fähigkeiten präsentiert haben. Ich würde sagen, dass Natal sehr inspirierend auf Fable III gewirkt hat. Mit Project Natal kann ich eine Spielfigur kreieren, die den Spieler trifft, nicht umgekehrt. Einige Spielelemente in Fable III werden stark von Project Natal beeinflusst sein.

Lionhead Studios Bild

Wenn wir über Project Natal reden, kommen auch Themen wie künstliche Intelligenz und emotionales Gaming auf. Wird Fable III ein weiterer Schritt in Richtung einer realistischeren virtuellen Welt sein?


P.M.: Ja, Fable III wird ein weiterer Schritt dorthin sein. Man kann dieses Ziel auf zwei Arten erreichen: Man kann bessere Stories schreiben, mit besseren Charakteren und besserer Erzählweise, dabei mehr motivierende Elemente einbauen, wie wir es bei Fable II mit dem Crafting-System gemacht haben. Aber es ist auch das Gameplay, mit dem man dieses Ziel erreichen kann. Man kann mit dem Gameplay auch Emotionen transportieren. Als Beispiel kann ich die Dynamic-Touch-Funktion nennen, die Fable III haben wird. Wird man bei Computerspielen vor Entscheidungen gestellt, braucht man nur einen A- oder B-Knopf zu drücken. Das kann zwar auch schon recht gefühlsbetont werden, aber es hängt von dem gerade geführten Dialog ab. Wir können nun auch eine Spielmechanik einführen, die sich selbst emotional anfühlt. Wir haben dafür Dynamic Touch, was in Fable III ermöglicht, der Spielfigur die Hand zu reichen und sie quasi zu berühren. Man kann den Charakter streicheln, an die Hand nehmen, auf dem Rücken klopfen, schubsen oder Hand in Hand mit seiner virtuellen Freundin spazieren gehen. Das sind alles sehr gefühlsbetonte Tätigkeiten, die keine Spielmechanik vorher geboten hat. Das kann man wohl realistisch nennen, aber Emotionen basieren auch auf Erlebnisse, die der Spieler individuell damit verbindet.

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Martin Weber

 
Martin Weber am 05 Okt 2009 @ 20:08
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