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Microsoft Kinect: Special

  XBOX 360 

Sich ohne zusätzliche Eingabegeräte in Spielen bewegen zu können, das klang verlockend und anfänglich sogar revolutionär. Als Project Natal auf der E3 2009 vorgestellt wurde, überwog trotz aufkommender Euphorie bei einigen Pressevertretern und manchem Spieler die Skepsis. Man befürchtete, die Handhabung wäre eher etwas für Gelegenheitsspieler und könnte genaues Spielen nicht ermöglichen. Erst Mitte dieses Jahres wurde der finale Name der neuen Steuerung festgelegt: Kinect. Mittlerweile haben wir uns die Hardware eingehend angesehen und auch die ersten Titel für euch getestet.

Technik, die begeistert?

Erster Eindruck nach dem Auspacken des Pakets: schön kompakt geraten. Lediglich knapp 30 cm Breite, 8 cm Höhe und ebenso tief. Glänzend schwarz lackiert, passt das Kunststoffzubehör natürlich besonders gut zu schwarzen Konsolen. Wer da - so wie wir - noch eine helle Konsole unter oder neben dem Fernseher stehen hat, muss sich aber nicht grämen. Da die meisten Fernseher ja auch Schwarz als Grundfarbe haben, war die Wahl der Farbe schon richtig seitens Microsoft. Da wir eine ältere Xbox 360 für den Test nutzten, mussten wir Kinect noch zusätzlich am Strom anschliessen, an einem der hinteren USB-Steckplätze.

Im Gehäuse verborgen sind zwei Sensoren, mehrere Mikrofone und eine Kamera. Bei der Kamera handelt es sich nicht um viel mehr als eine Webcam mit 8-Bit-VGA-Auflösung (640x480 Pixel) samt 32-Bit-RGB-Farbtiefe und einer Framerate von 30 Hz. Die beiden Sensoren sind jedoch verantwortlich für die Steuerung, anders als bei Sony oder Nintendo habt ihr hier keinen Controller mehr in der Hand, die Sensoren erfassen vielmehr eure Bewegungen. Dafür platziert ihr optimalerweise die Hardware auf eurem Fernseher, was angesichts der Tatsache, dass die meisten Flachbildschirme keine ebenen Oberflächen mehr aufweisen, gar nicht so einfach ist.

Microsoft Kinect Bild
Allerdings gibt es optional erhältliche Halterungen für den TV, die sich auf jeden Fall lohnen, da eine höhere Lage die Erfassung deutlich erleichtert. Doch auch unterhalb des TVs funktioniert die Hardware, eine Mindesthöhe von 60 cm sollte aber schon gegeben sein. Der Sensorkopf steht auf einem motorisierten Schwenkkopf und richtet sich automatisch aus. Doch wie funktioniert es eigentlich, dass die eigenen Gesten von der Hardware korrekt erkannt werden? Ein IR-Projektor sendet ein Datenpaket in den Raum und fängt die Reflexion per Sensor wieder ein. Die so erhaltenen Informationen werden ausgewertet und ein Bild umgesetzt, in dem auch Informationen zur räumlichen Tiefe integriert sind. Die Software selbst unterscheidet nun, ob sich da ein Kopf, ein Arm oder ein Bein vor der Hardware bewegt und ordnet dies den entsprechenden Personen zu.

Zwei Personen können auf diese Weise erkannt und von der Hardware korrekt umgesetzt werden. Sollten sich weitere Personen im Hintergrund aufhalten, erkennt Kinect diese zwar, könnte aber die Bewegungen nicht zuordnen. Theoretisch wäre es sicherlich möglich, mittels weiterer Sensoren und Kameras noch weitere Spieler zu integrieren, doch wer hat schon so viel Platz im Wohnzimmer, dass vier oder sechs Leute gleichzeitig spielen könnten?

Microsoft Kinect
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Markus Grunow


 
Markus Grunow am 08 Jan 2011 @ 13:28
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